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Aventerra e.V. 2011

Eingestellt von Katja Rothmeier am 24.01.2012 um 1:43 PM

Gipfelsturm und Tiefenpsychologie

Im vergangenen Jahr waren für uns zwei ganz unterschiedliche Freizeiten mit beinahe gegensätzlichen pädagogischen Konzepten von besonderer Bedeutung.

 

Zum einen gab es da unser neues Projekt 
„Alpenüberquerung“, das mit Begeisterung
angenommen wurde. In zehn Tagen von Obersdorf nach Meran - hier war das Konzept stark auf das reine Erleben ausgelegt. Den Berg bezwingen, die Route schaffen, Wind und Wetter trotzen, diese ganz ursprünglichen Erfahrungen standen für die Teilnehmer im Vordergrund. Natürlich gab es auch Momente der Reflexion und die Betreuer hatten das Befinden jedes einzelnen Teilnehmers stets im
Blick, dennoch lag der Grundgedanke hinter dieser Unternehmung eher darin, die Berge sprechen zu lassen. Euphorische Reaktionen der Teilnehmer zeigten uns, dass traditionelle Erlebnispädagogik ihre Wirkung bis heute nicht verloren hat.

Bild: Alpenüberquerung, Aufstieg zur Similaun Hütte

Besonders freuen wir uns über den Touristikpreis der „Sonntag Aktuell“, der uns im Rahmen der CMT am 15.01.2012 für diese gelungene Jugendfreizeit verliehen wurde!

Bild: Jugendritual "Flug des Feuervogels" Grenzen erfahren beim Stockkampf

Herausforderungen ganz anderer Art meisterten die Teilnehmer unseres Jugendrituals „Feuervogel“ in Lauro bei Neapel. Die Idee einer „Heldenreise“ für Jugendliche verfolgen wir schon seit Jahren, vom Kompetenzgewinn und der Persönlichkeitsreifung der Teilnehmer durch dieses Erlebnis sind wir überzeugt. Der Erfolg unseres Jugendrituals beruht einerseits sicherlich auf der so wichtigen Grundidee, durch das Erleben verschiedener Archetypen die vielseitigen Facetten der eigenen Persönlichkeit kennen zu lernen, zuzulassen und nutzbar zu machen. Durch die Reintegration unterdrückter Persönlichkeitselemente gewinnen die Teilnehmer Energie, Kreativität und neue Ansätze, ihr Leben anzupacken, sodass auch bisher unerkannte Sehnsüchte und Fähigkeiten berücksichtigt werden. Das Besondere unseres „Feuervogels“ liegt auch in dem von Therapeuten speziell für Jugendliche konzipierten Gruppenprozess, der die einzelnen Komponenten erst zu einer wirklichen Heldenreise verknüpft. In der Kommunikation und Begegnung mit anderen wird das neugewonnene Selbstbild geschärft und durch Anerkennung und Kritik durch die Gruppe auf seine soziale Verträglichkeit geprüft. Auch wenn sich unser  Jugendritual nicht an Jugendliche richtet, die therapeutische Hilfe benötigen, so bedeutet es doch in vieler Weise Heilung und Stärkung der Teilnehmer für die Aufgabe, der Mensch zu werden, der sie sein möchten. Jugendliche hier zu Unterstützen, war uns 2011 ein besonderes Anliegen, das wir auch in Zukunft weiter verfolgen und vertiefen möchten.

Auf der einen Seite der Berg, der für sich selbst spricht, auf der anderen Seite Reflexion, Pädagogik, Psychologie – so unterschiedlich diese zwei Projekte sind, eines ist ihnen gemeinsam: sie bieten Jugendlichen Raum, sich selbst neu zu entdecken und in wenigen Tagen mit viel Freude neue Impulse anzunehmen. Für uns ist es das, was Erlebnispädagogik ausmacht.

Mehr Informationen über Aventerra e.V. unter:
www.aventerra.de                    
Telefon:  0711-4704215

Fotos: Aventerra e.V.

 

 

 

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