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Wichtige Veränderungen vollzogen

Eingestellt von Katja Hager am 02.04.2008 um 8:20 AM

 

Der BE mit neuem Namen und einem Wechsel im Vorstand

Der Bundesverband Erlebnispädagogik hat sich im Rahmen der letzten Mitgliedervollversammlung am 06./07.03.2008 in Dortmund, mit deutlicher Mehrheit der anwesenden Mitglieder, umbenannt in:           

           Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V.

Dem voraus gingen langjährige Diskussionen, ein Beschluss zur Namensänderung auf der MGV im Jahre 2006 sowie der daraus folgende erstmalige Antrag auf Namensänderung im letzten Jahr, der aber nicht die notwendige Zwei Drittel Mehrheit fand. Doch die Diskussionen im Verlauf des Jahres 2007 ebbten nicht ab und führten zum jetzigen veränderten Meinungsbild.

Ein Zitat aus der Antragsbegründung zur Namensänderung von Michael Brendt (Tacheles Jugendhilfe und Vorstand im BE):
„Die Reduzierung auf die Erlebnispädagogik wird dem tatsächlichen Wirkungskreis des Verbandes schon lange nicht mehr gerecht. Die Änderung schafft Klarheit im öffentlichen Auftritt. Der Jugendhilfebereich profitiert durch eine inhaltliche Profilierung der Individualpädagogik als bewährte Maßnahmeform in der Jugendhilfe. Der Bereich der „Erlebnispädagogik“ profitiert durch eine stärkere Profilierung als bewährte Methodik sowie als vielschichtiges Betätigungsfeld in der Kurzzeitpädagogik und Projektarbeit. Der Verband wird attraktiver für seine jetzigen und für weitere Mitglieder. Beide Tätigkeitsfelder verstehen sich wechselseitig ergänzend und gewinnbringend.“

Nicht zuletzt war die Namensänderung notwendig, damit sich die Mitglieder aus den Hilfen zur Erziehung weiterhin deutlich mit dem Verband identifizieren können.

Trotz erweitertem Namen des Verbandes wird das Logo des BE als eingeführtes und bekanntes Markenzeichen unverändert bestehen bleiben.

Nachdem in den kommenden Wochen die Änderungen ordnungsgemäß beim Amtsgericht eingetragen und beglaubigt sind, werden wir den neuen Namen nach und nach in alle Instrumente der Außendarstellung einfügen.

Eine weitere Änderung vollzog sich in den Reihen des Vorstandes. Ausgeschieden sind nach der bereits auf der letzten MGV erfolgten Ankündigung Heike Lorenz und Michael Oldiges. Ria Schneider stellte ihr Amt zur Verfügung, da sie zwischenzeitlich durch ein verändertes berufliches Aufgabenfeld kaum Zeit findet, ihre Funktion im Vorstand wahrzunehmen.

Heike Lorenz erhielt zum Dank für ihr großes Engagement als 1. Vorsitzende nach einer ergreifenden Rede von Holger Kolb „Standing Ovations“ !

Sie hat sich sehr um den Verband verdient gemacht und hörte sehr zu Recht große Anerkennung und Dank.

 

 

Ria Schneider und Michael Oldiges wurde ebenfalls für die geleistete Arbeit gebührend gedankt. Leider konnte Michael Oldiges, der wegen einer Erkrankung nicht anwesend  war, den Dank und die guten Wünsche nicht persönlich entgegen nehmen.

Bis zuletzt blieb es sehr spannend, wer in den Vorstand nachrücken würde.

Holger Seidel, Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel, hatte bereits im Vorfeld seine Bereitschaft zu einer Kandidatur für den Bereich „Aus- und Weiterbildung“ signalisiert.

Die beiden weiteren Kandidaten, Michael Hennes und Holger Berg, beide vom Christophorus Jugendwerk Oberrimsingen, erklärten erst im Verlauf der Versammlung, dass sie sich in der Vorstandsarbeit des BE engagieren möchten.

 

 

 

 

 

 Holger Seidel  Michael Hennes Holger Berg


Alle drei Kandidaten wurden mit großer Mehrheit für das verbleibende Jahr der laufenden Legislaturperiode in den Vorstand gewählt.
In Kürze werden auf der Internetseite des BE nähere Informationen über die neuen Kollegen zu finden sein.

Michael Brendt und Eva Felka haben sich im Verlaufe der MGV bereit erklärt, für ein weiteres Jahr dem Vorstand anzugehören und die Belange des BE besonders für den Bereich der Hilfen zur Erziehung mit voran zu tragen. Die Entscheidung ist ihnen nicht leicht gefallen, sind doch beide, ebenso wie alle anderen Vorstandsmitglieder ehrenamtlich tätig und in ihren eigentlichen Einrichtungen sehr stark gefordert.

Im neuen Vorstand des BE sind nun tätig:
Eva Felka, Holger Kolb, Stefanie Klar, Susanne Raschke, Michael Brendt, Claudia Schachtschabel, Holger Seidel, Michael Hennes und Holger Berg.

Die Geschäftsstelle in Dortmund wird durch Katja Hager, mit Unterstützung durch Frau Tillmann, geführt.


Aus dem Inhalt der Mitgliederversammlung:
Der Nachmittag des ersten Tages war geprägt durch Referate und Workshops. So konnten geschätzte Referenten wie Herr Bernd Kuebart vom Auswärtigen Amt, Herr Prof. Dr. Lakemann von der FH Jena sowie Herr Eggebrecht und Herr Hager von der Eggebrecht GmbH begrüßt werden. Gefreut haben wir uns zudem über einige Gäste wie Frau Weis vom Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie.

Bernd Kuebart, stellvertretender Leiter des Referats Zivilrecht beim Auswärtigen Amt in Berlin, stand im Rahmen des öffentlichen Teils unserer Versammlung zur Fortsetzung des auf der Fachtagung in Berlin begonnenen Dialogs zur Verfügung. Einige Mitglieder und Gäste sind eigens zu diesem Treffen angereist, da sie diesem Dialog große Bedeutung beimessen und sich aktiv daran beteiligen wollen, die Zusammenarbeit weiterhin konstruktiv und auf Augenhöhe zu gestalten.

  E.Felka, M.Brendt, B.Kuebart, H.Lorenz


So entwickelte sich an diesem Nachmittag ein wohlwollender, wertschätzender, zeitweilig durchaus sehr heiterer und entspannter Dialog, auch wenn naturgemäß in der Sache nicht in allen Punkten Übereinstimmung herrschen kann.

Die wichtigsten Ergebnisse dieses Dialogs:

  • Es wird von beiden Seiten her als notwendig erachtet, im engen Gespräch miteinander zu bleiben.
  • Das Auswärtige Amt sieht sich „mit im Boot“ bei der Durchführung von Hilfen zu Erziehung im Ausland und nimmt seine Verantwortung auch über die jeweiligen Außenvertretungen wahr. In diesem Zusammenhang verweist Herr Kuebart u.a. auf einen Runderlass, der alle Vertretungen ausdrücklich auffordert, Informationen über Projekte und Jugendliche, die in diesen Projekten leben, entgegen zu nehmen. Sollten Unstimmigkeiten oder Schwierigkeiten in den Gastländern auftauchen, kann das Referat Zivilrecht auch direkt durch die Träger angesprochen werden.
    Große Heiterkeit löste der Hinweis aus, dass der Runderlass leider noch das „E – Wort“ "E" - für Erlebnispädagogik – enthielte. Herr Kuebart dokumentierte „Lernbereitschaft“, indem er sich sichtlich darum bemühte, von  „Individualpädagogik“ zu sprechen, empfahl den Trägern aber beim Verweis auf den Erlass die Nutzung der alten Terminologie, da sie sonst u.U. nicht verstanden würden.
  • Herr Kuebart berichtete kurz über die Bedeutung des für Ende März erwarteten Papiers des Deutschen Vereins, welches Empfehlungen und Hinweise zur ordnungsgemäßen und qualitativ guten Durchführung von Hilfen zur Erziehung im Ausland enthält. Damit wird erstmals ein Konsenspapier vorliegen, an dessen Zusammenstellung und Erarbeitung sämtliche politischen und fachlichen Ebenen vertreten waren.
  • Zur Thematik um die Verordnung Artikel 56 Brüssel IIa stellte Herr Kuebart fest, dass die Umsetzung der Verordnung sicherlich noch längere Zeit Schwierigkeiten bereiten würde, da es noch keinerlei einheitliche Einschätzung gäbe und die  Bestimmung ohnehin nur im Zusammenhang mit dem jeweiligen Recht des Gastlandes zu sehen ist. Grundsätzlich empfehle er die Beachtung der Verordnung, die Umsetzung habe jedoch der öffentliche Träger der Jugendhilfe zu  gewährleisten

Wir freuen uns über diese Plattform mit dem Auswärtigen Amt und werden diese in Zukunft weiter pflegen und ausbauen!


Auch alle weiteren Veranstaltungen boten interessante Inhalte.
So regte Prof. Dr. Lakemann in seinem Beitrag „Gewaltige Erlebnisse – Erlebnispädagogik gegen Gewalt“ zum Nachdenken und Diskutieren an.

Zukunftweisend für den Verband waren auch die Treffen der Fachgruppen. Während der Arbeitskreis „Klassenfahrten und Gruppenprogramme“ bereits seit Jahren etabliert ist, sich stets erweitert und neben zahlreichen fachlichen Themen derzeit vordergründig an der Erstellung und Einführung eines BE Gütesiegels arbeitet, konnte der Fachbereich „Aus- und Weiterbildung“ auf der MGV den entscheidenden Grundstein für die Arbeit einer Fachgruppe legen. So war man sich schnell einig, dass die Zusammenarbeit erforderlich ist.
Die genauen Ergebnisse dieses Treffens „Aus- und Weiterbildung“ können Sie hier nachlesen.

 

 

 

Abschließend kann man von einer umfangreichen und bewegten Mitgliederversammlung sprechen, die mit den vollzogenen Änderungen einiges an Arbeit für den Verband nach sich zieht, aber den BE als bundesweiten Fachverband der Individual- und Erlebnispädagogik intern und extern erfolgreich voran bringen wird. 

Vorstand 2006-2008  



Geschrieben von Heike Lorenz, Eva Felka, Katja Hager

 

 

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