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Übersicht über die Themen auf dieser Seite:

 

 


 

Bundesverband gibt Elternbroschüre über Erlebnispädagogik heraus

„Uns ist wichtig, die Sorgen der Eltern zu mindern, Antworten auf Fragen zu geben und Unsicherheiten zu nehmen.“ so Holger Seidel, 1. Vorsitzender des Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V.  Als Vater zweier Kinder weiß er selbst nur zu gut, dass es zahlreiche Situationen gibt, in denen sich unter die elterliche Fürsorge auch Angst mischt. Dies war der Anlass für den Bundesverband, eine Broschüre zu entwickeln, die gezielt Eltern über erlebnispädagogische Angebote informiert.

Handlungs- und erlebnisorientierte Programme sind aus der Bildung und Erziehung nicht mehr wegzudenken. Erlebnispädagogik ist in aller Munde, ob auf einer Klassenfahrt, Ferienfreizeit, an einem Wandertag oder als soziales Projekt im Schuljahr, die Möglichkeiten sind zahlreich. Trotz oder gerade wegen der weitenVerbreitung entstehen Unsicherheiten und auch eine gewisse Unübersichtlichkeit der Angebote. Und natürlich fragen sich Eltern zu Recht, warum es gerade Erlebnispädagogik sein soll, ob sie wirklich förderlich ist und letztendlich steht auch die Frage nach der Sicherheit während eines Programms im Raum. Für Holger Seidel sind es völlig berechtigte Fragen: „Im Bundesverband beschäftigen wir uns seit Jahren mit der Entwicklung von Sicherheit und Qualität in der Erlebnispädagogik und der Verbreitung des Ansatzes. Da war es ein logischer Schritt, nun mit dieser Broschüre bewusst den Eltern einen Überblick über die Erlebnispädagogik zu geben und ihre Fragen zu beantworten. Gleichzeitig hoffen wir, dass die Elternbroschüre auch unseren Mitgliedern, den Anbietern erlebnispädagogischer Programme, eine wichtige Handreichung und Unterstützung in der täglichen Arbeit ist.“

Herausgeber der Elternbroschüre ist der Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V., er ist seit über 20 Jahren der Fachverband für handlungsorientiertes und erfahrungsgeleitetes Lernen in Deutschland. Mit seinen Mitgliedern und den vier Fachbereichen leistet der Bundesverband einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Individual- und Erlebnispädagogik.

Die Broschüre liegt in gedruckter sowie in digitaler Form vor und ist über die Geschäftsstelle des Bundesverbandes erhältlich.

 

Zur Elternbroschüre im pdf-Fomat

 

 

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Die Übergabe der ersten „beQ“-Zertifikate machte die Mitgliederversammlung des be zu einem besonderen Ereignis.

Unter tosendem Beifall wurden am Morgen des 05.März 2010 die ersten drei Gütesiegel im Rahmen der Zertifizierung "Qualität erlebnispädagogischer Programme und Anbieter – Mit Sicherheit pädagogisch!" (kurz "beQ") übergeben. In einem mehrmonatigen Arbeitsprozess hatten sich die drei Träger der Qualitäts-Zertifizierung gestellt und mit einem unabhängigen Audit abgeschlossen.

 

Die offizielle Auszeichnung wurde bereits mit Spannung erwartet und Norbert Wortberg freute sich sehr, als er für Natur bewegt e.V. / Natur bewegt dich gGmbH das erste Zertifikat bekam. Auch Sönke Petersson von EXEO e.V. und Annett Radeck von der GFE | Erlebnistage nahmen stolz das Gütesiegel entgegen. Alle drei Anbieter wurden für ihre hervorragende Qualität in der Erlebnispädagogik ausgezeichnet.

Die Qualitäts-Zertifizierung "beQ" wurde vom Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. entwickelt. An dem mehrjährigen Prozess waren neben Fachleuten aus der Erlebnispädagogik u.a. der wissenschaftliche Beirat (Prof. Dr. W.Michl, Nürnberg; Prof. Dr. U.Lakemann, Jena; Prof. Dr. H.Michels, Düsseldorf; Prof. Dr. M. Jagenlauf, Lüneburg) sowie das BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V. beteiligt. 
Künftig soll mit dem Gütesiegel nicht nur die Qualität bei erlebnispädagogischen Klassen- und Gruppenfahrten verbessert werden. Vor allem Lehrern, Eltern und Schülern bietet das "beQ" eine Orientierungshilfe bei der Suche nach einem Programm, welches Qualität und Sicherheit zugleich bietet.
Sieben weitere Träger befinden sich bereits im Zertifizierungsverfahren.

Die Zertifikate wurden im Rahmen der Mitgliederversammlung des BE vom 04.-05.März 2010 in der Akademie Waldschlösschen (Reinhausen bei Göttingen) übergeben.
Am Nachmittag des 04.März begann die Veranstaltung mit einem offenen Fachtag. Neben den Mitgliedern konnten auch Gäste, in sehr verschiedenen Workshops, neue Impulse und Anregungen mitnehmen. Bei Prof. Dr. Harald Michels (FH Düsseldorf) wurde nicht nur über Gesundheitserziehung geredet sondern ebenso erlebt. Jens Schreyer (valyou!) ermöglichte mit seinem Vortrag "Erlebnis-Jungen-Pädagogik" einen Austausch über Rollenbilder und deren Umgang in der Erlebnispädagogik. Bei Stefan Prange (Beratung für die Sozialwirtschaft) wurden Fragen des Beschäftigungsverhältnisses freier Mitarbeiter diskutiert. Und André Raddatz (daarwin Beratungsgesellschaft) schaffte mit der Vorstellung der Software QM-Center den Spagat zwischen Pädagogik und IT. So verflog der sonnige Nachmittag sehr schnell und am frühen Abend konnte wohl Jeder mit einigen neuen Ideen die Tagungsräume verlassen.
Im Anschluss und bis zum Freitag Mittag fand die jährliche Mitgliederversammlung des BE statt. Hier wurde in den Berichten der Vorstände und der Geschäftsstelle sehr deutlich, wie aktiv der Verband im letzten Jahr gearbeitet hat. So konnten in den vier Fachbereichen: Hilfen zur Erziehung, Klassenfahrten und Gruppenprogramme, Projekte in der Jugend(-sozial)arbeit und Aus- und Weiterbildung nicht nur zahlreiche aktuelle Themen bearbeitet werden. Auch 12 juristische und 4 natürliche Mitglieder wurden neu aufgenommen. Der Ausblick auf die Projekte im Jahr 2010 sowie ein grundlegender Austausch über zukünftige Aufgaben und Strukturen des Verbandes rundeten die Versammlung ab.

Der be ist der bundesweit führende Fachverband, welcher in vier Fachbereichen die Vielfalt der Arbeitsfelder der Individual- und Erlebnispädagogik und seiner Mitglieder repräsentiert. Derzeit hat der Verband über 130 Mitglieder, wobei zahlreiche Anfragen erfreulicherweise die Mitgliederzahl stetig steigen lassen. Zu den Fachgruppentreffen, die der BE übers Jahr veranstaltet sind interessierte Gäste stets herzlich eingeladen.

Weiterführende Informationen unter:
www.info-beq.de
www.bundesforum.de

sowie in der Geschäftsstelle des be bei Katja Rothmeier:
Tel.: 0231 – 9999490
E-Mail: k.rothmeier(at)be-ep.de

 

 

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Kultusministerium will Klassenfahrten besser unterstützen
Ergebnisse der 1. Niedersächsischen Schulfahrtenkonferenz vom 13.02.2009


Pressemeldung vom 15.02.2009 von Stephan Schiller
Hannover. Das Niedersächsische Kultusministerium will Klassenfahrten besser unterstützen. Das hat Staatssekretär Peter Uhlig am Freitag auf der didacta während der 1. Niedersächsischen Schulfahrtenkonferenz gesagt. Er wies darauf hin, dass es z.B. durch die niedersächsische Landesstiftung "Familie in Not" Möglichkeiten gebe, die vielfach noch unbekannt sind. Gleichwohl habe das Kultusministerium aber keinerlei Möglichkeiten, Lehrer oder Schüler zu einer Teilnahme zu zwingen. Denn Klassenfahrten sind freiwillig. Zu der Konferenz hatte ein Zusammenschluß der niedersächsischen Landesverbände des Jugendherbergswerkes, der Schullandheime und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie der be Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik und das BundesForum Kinder- und Jugendreisen eingeladen.

In verschiedenen Diskussionsrunden hatten Schüler und Anbieter von Klassenfahrten von ihren Erfahrungen berichtet. Eine Schülerin berichtete, dass ihr der Küchendienst nicht so gut gefallen hätte. Eine andere Heranwachsende zeigte sehr erfreut darüber, dass die Klassengemeinschaft gestärkt worden sei. Eine weitere Jugendliche war positiv überrascht, wie gut es möglich gewesen war, Geschichte am Schauplatz Verdun anschaulich zu erleben. „Das Spannende war eigentlich, dass man in einem Alter doch so gleich sein kann, obwohl man aus verschiedenen Ländern kommt“, war die positive Erkenntnis einer weiteren Schülerin. Kritik wurde teilweise an den Unterkünften und dem Essen geäußert.  

Die Anbieter von Klassenfahrten schilderten unterschiedliche Erfahrungen bezüglich der Klassenfahrten. Zum Teil hätte die Zahl zugenommen, aber die Länge abgenommen. Das sei pädagogisch problematisch. Auch gelte es zuerst einmal die Eltern von der Notwendigkeit und Richtigkeit von Klassenfahrten zu überzeugen, obwohl sie etwas kosteten. Dabei sei das jüngst ergangene Urteil, dass Hartz IV Empfangenden die vollen Kosten zu erstatten seien, eine Hilfe, aber Lösungsmittel für alle Probleme sei es nicht. Einigkeit bestand unter den Anwesenden, dass die Qualität der Angebote abgesichert werden sollte.
 
Prof. Dr. Ulrich Lakemann von der  Fachhochschule Jena wies darauf hin, dass sich die modernen Gesellschaften  heute in einem umfassenden Wandlungsprozeß befinden, der in seiner Reichweite und Schnelligkeit die industrielle Revolution des 18. und 19. Jahrhunderts weit hinter sich lässt. „Er ist gekennzeichnet durch demografische Umbrüche, eine Individualisierung und Pluralisierung von Familien- und Lebensformen sowie die ursprünglichen gesellschaftlichen Grenzen fast völlig außer Acht lässt.“ Deshalb stehe die Schule  heute mehr denn je in Verbindung mit anderen gesellschaftlichen Teilbereichen wie dem Wirtschafts- und Konsumsektor oder pluralisierten Familien- und Lebensformen. Klassenfahrten eröffneten die Möglichkeit, den schulischen Rahmen zu erweitern, ohne ihn völlig zu verlassen, Schule bliebe als Handlungsmuster erhalten, finde aber unter veränderten, eher freizeitbezogenen Vorzeichen statt.

Links: www.Schulfahrtenkonferenz-Niedersachsen.de

 
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1. Niedersächsischen Schulfahrtenkonferenz: "Streitfall Klassenfahrt: Chancen zur Erweiterung von Lernperspektiven in der Zange schulischer Sachzwänge"


Der BE als Initiator und das gesamte Organisationsteam freuen sich, Ihnen an dieser Stelle endlich konkrete Daten und Inhalte der inzwischen schon oft erwähnten Schulfahrtenkonferenz in Niedersachsen, geben zu können.


Mit Grußworten der niedersächsischen Kultusministerin Frau Heister-Neumann findet die 1. Schulfahrtenkonferenz im Land Niedersachsen

am 13.02.2009 von 14 – 17:30 Uhr
im Rahmen der didacta, Hannover Messe, Convention Center (CC) im Saal 3A statt.

Immer wieder wird sie im schulischen Alltag zum Zankapfel zwischen Schulleitung, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und auch den Eltern: die Klassenfahrt. Schon längst scheint allen klar zu sein, dass sie als wichtiger außerschulischer Lernort pädagogisch wertvoll und aus dem Schulleben nicht mehr wegzudenken ist.
Sie muss mehr sein als eine touristische Reise.

Klassenfahrten eröffnen andere Perspektiven für die Vermittlung von Wissen und das Verständnis von Zusammenhängen. Die gemeinsame Fahrt fördert vielfältige Sozialkompetenzen, die für das schulische Miteinander unabdingbar sind und in der Vorbereitung auf das kommende Berufsleben gefordert werden. Gleichzeitig machen die oft schwierige Unterrichts(-unter)versorgung, aber auch die Verkürzung der Schulzeit und der damit verbundene verdichtete Lernstoff an Schulen Druck auf die Schulleitung und die Lehrerschaft. Hinzu kommen Probleme des Dienstzeitausgleichs und der Kostenerstattung.

Die 1. Schulfahrtenkonferenz, zu der sich eine Reihe von nicht-kommerziellen Anbietern von Klassenfahrten zusammengeschlossen hat, versucht der Frage nachzugehen, welche Angebote und Programme im Schulalltag inhaltlich-pädagogisch, aber auch unter den Gesichtspunkten der Zeitökonomie der Schule und der Kosten sinnvoll sind. Andererseits soll auch ein Anstoß gegeben werden, sich mit den Sachzwängen innerhalb des Schulsystems politisch auseinander zu setzen, Entwicklungen kritisch zu betrachten und nach zukunftsfähigen Lösungen zu suchen.


Alle Interessenten und in Niedersachsen Tätige sind herzlich eingeladen!
Der Eintritt zur Schulfahrtenkonferenz ist frei. Gezahlt werden muss der Tageseintritt für die didacta – Europas größte Bildungsmesse. Ein Besuch lohnt allerdings, denn hier werden einmal jährlich Entwicklungen, Erkenntnisse und Zukunftsperspektiven aller Bildungsbereiche vorgestellt und diskutiert.
 
Die Veranstalter der Schulfahrtenkonferenz:
•    Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. 
•    Volksbund Dt. Kriegsgräberfürsorge
•    BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V.
•    Die Jugendherbergen in Niedersachsen
•    Arbeitsgemeinschaft Nds. Schullandheime


Veranstaltungsflyer
Weitere Informationen finden Sie hier
   

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Überraschendes Ergebnis des bundesweiten Treffens Pädagogischer Programmanbieter 


In dem seit einigen Jahren dynamisch wachsenden Markt von Pädagogischen Programmanbietern (PPAs) gibt es seit ein paar Monaten die Bestrebungen, eine Lobby und eine Austauschplattform ins Leben zu rufen. Nachdem im Februar 08 ein Strategietreffen unter dem Dach des „Reisenetz“ eher für Unmut und Ratlosigkeit als zu konkreten Ergebnissen geführt hatte (der JID – Jugendinformationsdienst berichtete), gab es jetzt einen erneuten Anlauf, Programmanbieter aus den  verschiedensten Richtungen zu versammeln und gemeinsam zu diskutieren, ob ein  Zusammenschluss sinnvoll ist und wie eine Interessengemeinschaft möglicherweise aussehen könnte.

Diesmal unter dem Dach des „BundesForum Kinder- und Jugendreisen“, hatte der BE (Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V.) am 18. / 19. August 08 zum Ersten Bundestreffen der PPAs ins Schullandheim Riepenburg bei Hameln eingeladen. Im Vorfeld hatten die Protagonisten versucht über Internetrecherche und Mund-zu-Mund-Propaganda möglichst viele Institutionen bundesweit zu finden, die als freie Organisationen pädagogische Programme anbieten. Letztlich wurden über 80 Einladungen verschickt. Gekommen sind sechs Organisationen sowie jeweils ein Vertreter der beiden maßgeblich beteiligten Verbände BE und Reisenetz, so dass unter der Moderation von Ralf Weiße ein kleiner Kreis von neun Leuten 24 Stunden Zeit hatte, sich über die Zukunft einer Interessenvertretung für PPAs im Klaren zu werden.

Nach einem sehr intensiven und ausführlichen Austausch über die Tätigkeitsfelder und Profile der anwesenden Organisationen wurde sehr deutlich, wie unterschiedlich die Arbeitsfelder, Strukturen und Ansprüche der einzelnen pädagogischen Felder sind und wie schwierig es sein wird, eine gemeinsame Lobby zu finden. Sehr schnell zeigte sich, dass es keinen Sinn macht, einen eigenen Verband zu gründen und so wurde intensiv mit den bestehenden Verbänden Reisenetz und BE über mögliche neue Felder innerhalb bestehender Strukturen diskutiert. Auch dabei wurde wieder deutlich, dass die sehr heterogene Menge der PPAs nicht gemeinsam „über einen Kamm geschoren“ werden kann und dass es sehr unterschiedliche, teils sich widersprechende Anforderungen an eine Lobbyorganisation gibt.

Sowohl der BE, wie auch das Reisenetz haben klar formuliert, dass es jeweils im eigenen Verband neue Strukturen geben wird, um den Programmanbietern eine entsprechende Lobby zu gewährleisten. Die anwesenden PPAs waren sich einig, dass beide Verbände mit ihren jeweiligen Schwerpunkten gute Möglichkeiten haben, das auch umzusetzen. Allerdings waren sich auch alle einig darüber, dass jeder Anbieter für sich selbst entscheiden muss, in welchem Verband er sich am besten aufgehoben fühlt.

Das Ergebnis der intensiven Beratungen ist somit der Verzicht auf die Bildung einer gemeinsamen Lobby – so überraschend das am Ende für alle Beteiligten war, so klar und einmütig ist die Diskussion am Ende aber auch gewesen und die Zufriedenheit über einen jetzt klaren Weg überwog. Einig war man sich auch, dass wenn schon keine gemeinsame Interessenvertretung, so doch auf alle Fälle ein jährliches gemeinsames Treffen aller PPAs zum Austausch und Klönen, sinnvoll sei. Am besten unter einer gemeinsamen Organisation von Reisenetz und BE.

Geschrieben von Ralf Weiße; TeamB

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Qualitätskriterien und Gütesiegel für erlebnispädagogische Klassenfahrten und Programme als Hauptthema des Fachgruppentreffens

Die Fachgruppe „Klassenfahrten und Gruppenprogramme“ traf sich am 12./13.Februar 08 zur Weiterentwicklung der Zertifizierung von erlebnispädagogischen Klassenfahrten.

 

 

 

Kennen Sie Groß Zecher? – Groß Zecher ist großartig! 

Das Team des neuen BE - Mitglieds EXEO – Outdoor–Event-Training aus Lübeck, war der perfekte Gastgeber des 12. Arbeitskreistreffen auf dem Gutshof der Gräfin von Witzenhof in Groß Zecher,
direkt in einem Naturschutzgebiet am Schaalsee gelegen.

Die reich gefüllte Tagesordnung enthielt Themen wie die Organisation der Niedersächsischen
Schulfahrtenkonferenzen, die Didacta 2008/2009, den Kongress erleben & lernen in Augsburg im September 2008, die BE -Mitgliederversammlung sowie viele organisatorische Dinge und Verbandsinterna.

Hauptthema war die Einführung des Gütesiegels für erlebnispädagogische Klassenfahrten und Gruppenprogramme. Diese Zertifizierung im Zusammenhang und in der Abgrenzung zu anderen Qualitätssystemen zu erörtern, war der Schwerpunkt des Arbeitskreistreffens.

Als Gast beim Treffen war u.a. eine Studentin der Uni Frankfurt/Main anwesend. Sie wird den Zertifizierungsprozess zum Thema ihrer Diplomarbeit machen, wodurch das gesamte Verfahren wissenschaftlich untermauert und erarbeitet wird. Sie konnte auf dem Treffen viele zusätzliche Informationen, Eindrücke und Fragestellungen aus den Reihen der Klassenfahrtenanbieter sammeln.
So entstand unmittelbar während des Treffens ein Fragebogen für Lehrer und Lehrerinnen zum Thema: Welche Hilfe bietet ein Gütesiegel für die Auswahl einer Klassenfahrt bzw. eines Anbieters von erlebnispädagogischen Programmen?, welcher nun in Bearbeitung ist.

Der Ausklang des ersten Tages mit feurigem Punsch und Feuerjonglage am Schaalsee und einer informellen Runde im verglasten Turmzimmer des Gutshofs motivierte alle Teilnehmer für die Weiterarbeit am nächsten Tag und an den neuen Aufgaben als Fachgruppe im Verband.

Somit blicken wir auf das nächste Treffen der Fachgruppe im Rahmen der MGV des BE am 06.März in Dortmund.


Das nächste reguläre Treffen der Fachgruppe Klassenfahrten und Gruppenprogramme findet dann am 18./19.August 2008 bei Interakteam in Hameln statt.
 

Geschrieben von Susanne Raschke

 

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Montanalingua - Fremdsprachen und Erlebnispädagogik

Montanalingua, als Projekt im Rahmen des Sokrates-Programms der EU und in Kooperation mit der Sprachenschule "Dialoge" in Lindau und dem BE, greift die Methoden und Medien der Erlebnispädagogik auf, um in einem innovativen Ansatz Fremdsprachen zu lernen.

In einer ungewohnten Lernumgebung müssen die Teilnehmer in kooperativen Abenteuerspielen, Orientierungsläufen, beim Bau von Naturkunstwerken oder beim Klettern in Hochseilgärten in der zu erlernenden Sprache kommunizieren, kooperieren sowie Fairness, Teamgeist und Kreativität beweisen.

Montanalingua wendet sich an Fremdsprachenlehrer, Erlebnispädagogen und interkulturell Tätige. Es bietet 24 spannende Module (Initiativ- und Kooperationsübungen) für die Zielsprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Schwedisch an.

Mit Erlebnistage | GFE als Veranstalter fand ein 3-tägiger Workshop am Standort Vogelsberg statt, in denen die Module und ihr methodisch-didaktischen Einsatz vermittelt wurde. Der Bericht von Katja Hager berichtet über Eindrücke und weiterführende Gedanken.

Grundlegendes über das Projekt erfahren Sie zudem unter www.montanalingua.com oder im  "Klassenfahrten Magazin" 5.Jg. Heft 19

 

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Qualitätsentwicklung und zukünftige Strategien Pädagogischer Programmanbieter

Klassen- und Gruppenreisen bilden einen unverzichtbaren Bestandteil in der Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen. In der Verbindung mit einem nachhaltigen pädagogischen Programm sind sie eine wertvolle Ergänzung zum schulischen Alltag. Inhaltliche Themen, nicht nur des schulischen Unterrichtes, können praktisch aufgegriffen und vertieft werden, aber vor allem können die sozialen Kompetenzen gefordert und gefördert werden, welche in der heutigen Gesellschaft so zwingend erforderlich sind. Daher besteht der stete Anspruch der Pädagogischen Programmanbieter in der Sicherung und Steigerung der Qualität ihrer vielfältigen Programme und in der Verbreitung ihrer Arbeit in der Öffentlichkeit.

Im Mai 2007 fand in Hannover im Rahmen der Zentralen Arbeitstagung des Reisenetzes ein Workshop zur zukünftigen Interessenvertretung von Pädagogischen Programmanbietern statt. Hier trafen sich Vertreter der führenden Verbände vom Bundes Forum Kinder- und Jugendreisen, vom Reisenetz und vom Bundesverband Erlebnispädagogik, um über gemeinsame Interessen, Standpunkte, Strategien und Ziele zu diskutieren. Zudem waren zwei „verbandsunabhängige“ Programmanbieter und transfer e.V, als Projektkoordinator, anwesend.

Pädagogische Programme und Klassenreisen müssen sowohl in der Szene als auch in der Öffentlichkeit gestärkt werden. Nur in der zukünftigen Kooperation können bundesweite Erfolge erzielt werden, darüber war man sich schnell einig.
In einem konstruktiven Diskussionsprozess wurde erstmalig eine intensive Zusammenarbeit in der Zukunft der führenden Verbände beschlossen. Im ersten Schritt werden nun übergreifende und allgemeingültige Standards für Pädagogische Programmanbieter entwickelt. Diese sollen auf bisher bestehenden Erkenntnissen und Instrumenten aller Beteiligten aufbauen und möglicherweise mit der Erstellung eines Gütesiegels als Ergebnis abschließen. Für Eltern, Lehrer, Schüler und alle Interessenten soll damit die Suche und Auswahl eines qualitativ hochwertigen Anbieters entscheidend erleichtert werden.
Darüber hinaus wird ein steter Austausch der Verbände, unter anderem in Form regelmäßiger Treffen stattfinden, um auch über die Erstellung der Qualitätsstandards hinaus in einem konstruktiven Miteinander weiterzuarbeiten.

Insbesondere für eine erfolgversprechende Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit mit dem weiteren Aufbau des Kontaktes zur Politik in Bund und Ländern, ist damit ein entscheidender Grundstein für die Zukunft der Pädagogischen Programme und Anbieter gelegt.

Man darf gespannt sein auf die nächsten Schritte und zukünftige Erfolge, welche sicher nicht lang auf sich warten lassen.

 

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Anfrage an den Deutschen Bundestag zur Bedeutung von Klassen- und Gruppenreisen

Über die Bundestagsfraktion DIE LINKE wurde eine schriftliche Anfrage an den Deutschen Bundestag gestellt. Thematisch wurden Fragen bezüglich des Bildungs- und Erziehungscharakters von Klassenreisen, der Förderung von Sozialkompetenzen und der Stärkung und Unterstützung der Lehrkräfte für den Bereich von Klassenreisen behandelt.

Die Bundesregierung unterstreicht in ihren Antworten eindeutig den grundlegenden Bildungs- und Erziehungscharakter von Klassenreisen. Sie sind eine wesentliche Ergänzung der Institution Schule und sollten unabhängig von Alter und Schulform Bestandteil jeder schulischen Ausbildung sein.

Insbesondere Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund kann nach Meinung der Bundesregierung mittels ein- und mehrtägiger Schulfahrten ein besserer Zugang zu Bildung und Erziehung ermöglicht werden.

Zudem bestätigt die Antwort der Bundesregierung, dass die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften grundsätzlich den besonderen pädagogischen Anforderungen von Klassenfahrten und ähnlichen Aufenthalten gerecht werden sollte.

Nun gilt es, die einzelnen Bundesländer und die Kultusministerien in ihrer Zuständigkeit für Bildungsfragen anzusprechen und konkret zu fordern. Ein Schritt dazu ist die Erste niedersächsische Schulfahrtenkonferenz.

Die Antworten der Bundsregierung lesen sie hier

 

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