gütesiegel "beq" -"mit sicherheit pädagogisch!"

Qualitätsmanagement in der Individual- und Erlebnispädagogik 

  • Sie sind Anbieter/in erlebnispädagogischer Programme und wollen, dass jeder das auf Anhieb sieht?
  • Sie möchten mit einer fundierten Aus- und Weiterbildung zum/zur Erlebnispädagogen/in qualifizieren?
  • Sie haben vor, erlebnispädagogische Programme sowie Aus- und Weiterbildungen zu entwickeln und wollen sich von Anfang an am bestmöglichen Niveau orientieren?
  • Sie suchen als Lehrer/in, Berufstätige/r, Student/in oder Auszubildende/r nach einem vertrauensvollen Partner und Anbieter für Ihre Klasse oder Ihren beruflichen Werdegang?
  • Sie suchen als Pädagoge/in  Impulse zur Unterstützung Ihrer täglichen Arbeit?
  • Sie wollen als Eltern Ihr Kind in einem erlebnispädagogischen Programm in sicheren Händen wissen?
  • Sie tragen Verantwortung in Verwaltung und Politik für die fachliche/politische Einschätzung erlebnispädagogischer Programme und brauchen verlässliche Bewertungsgrundlagen?

Das Gütesiegel "Qualität in der Individual- und Erlebnispädagogik - Mit Sicherheit pädagogisch!" ("beQ") ist die Antwort auf Ihre Fragen.

  • Es wird ausschließlich bei hohem und verlässlichem Standard vergeben.
  • Es dokumentiert umfassend alle qualitätsrelevanten Schnittstellen der Angebote.
  • Es ermöglicht Orientierung auf den ersten Blick.
  • Es öffnet beim Veranstalter den Blick für die Weiterentwicklung seiner Programme.
  • Es  wird wissenschaftlich begleitet und unterstützt.
Hier erfahren Sie mehr über "beQ":


 


Das Verfahren

Das Gütesiegel "beQ" steht am Ende eines Zertifizierungsverfahrens. Hierbei müssen festgelegte Qualitätsstandards in verschiedenen Kriterien vom Anbieter nachgewiesen werden.

Die Zertifizierung ist in zwei Bereichen möglich. Anbieter können entweder in einem oder in beiden Bereichen zertifiziert werden. 

Im Bereich "Klassenfahrten und Gruppenprogramme" kenzeichnet das Qualitätssiegel "beQ" hochwertige erlebnispädagogische Programme und deren Anbieter.
Im Bereich der "Aus- und Weiterbildung" kennzeichnet das Qualitätssiegel "beQ" eine fundierte Aus- und Weiterbildung und deren Anbieter.

Die erbrachten Nachweise werden dann in einem unabhängigen und externen Audit begutachtet. Dafür erfolgt ein Vor-Ort-Besuch eines/einer Auditor/in wobei in einem Beratungsgespräch Fragen geklärt werden sowie Entwicklungslinien aufgezeigt und Veränderungsprozesse (wo nötig) angeschoben werden. Die Ergebnisse werden in einem Auditbericht schriftlich festgehalten.

Bei erfolgreicher Zertifizierung wird das Gütesiegel für drei Jahre vergeben. Es kann durch eine Nachzertifizierung entsprechend verlängert werden.

 

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Der Kriterienkatalog    

Grundlage des Zertifizierungsverfahrens ist ein Arbeitsordner. Er enthält den Fragebogen mit insgesamt 62 Standards.
Der Fragebogen umfasst immer die sogenannten "Basisstandards" sowie mindestens die Standards für einen Fachbereich. Dies ist abhängig davon, welchen oder welche Bereiche der Anbieter zertifizieren lassen möchte. Die Zertifizierung ist möglich für die Bereiche "Klassenfahrten und Gruppenprogramme" und/oder "Aus- und Weiterbildung".

Hier ein Überblick über die Standards:

Basisstandards:

  1. Grundlagen
    1.1 Leitbild
    1.2 Verhaltenskodex
    1.3 Natur- und Klimaschutz
    1.4 Transparenz
    1.5 Öffentlichkeitsarbeit
    1.6 Umgang mit Anregungen und Beschwerden
  2. Risiko-, Sicherheits-, Notfall- und Krisenmanagement
    2.1 Risikomanagement
    2.2 Sicherheitsmanagement
    2.3 Notfallmanagement
    2.4 Krisenmanagement
  3. Recht und Versicherungen
    3.1 Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis
    3.2 Haftpflichtversicherung
    3.3 Gesetzliche Meldepflichten
    3.4 Rechtsgrundlagen, Genehmigungen und Einhaltung der Gesetze

 

 

Standards im Modul "Klassenfahrten und Gruppenprograme"

  1. Pädagogische Dienstleistungen
    1.1 Vorbereitung
    1.1.1 Vorinformation
    1.1.2 Gespräch mit dem Auftraggeber vor der Anreise
    1.1.3 Aufnahme Ist-Analyse
    1.1.4 Individuelle Zielvereinbarung
    1.1.5 Programme
    1.2 Während der Veranstaltung
    1.2.1 Partizipation des Auftraggebers
    1.2.2 Partizipation der Teilnehmenden
    1.2.3 Das Abschlussgespräch
    1.3 Nach der Veranstaltung
    1.3.1 Nachbereitung
    1.3.2 Evaluation
  2. Grundsätze der pädagogischen Arbeit
    2.1 Betreuung
    2.2 Betreuungsschlüssel
    2.3 Aktion und Reflexion
    2.4 Transfer
  3. Auswahl der Programmleiter
    3.1 Auswahlkriterien
    3.2 Pädagogische Qualifikation
    3.3 Leitfaden für das Auswahlgespräch
    3.4 Orientierung
    3.5 Zusammensetzung der Teams
  4. Qualifikation der Programmleiter
    4.1 Erlebnispädagogische Qualifikation
    4.2 Fachsportliche Qualifikation
    4.3 Schriftliches Konzept
    4.4 Weiterbildung
    4.5 Reflexion

 

 

 

 

 

Standards im Modul "Aus- und Weiterbildung"

  1. Grundsätze der Aus- und Weiterbildungsprogramme
    1.1 Kompetenzorientierung
    1.2 Qualifikationsrahmen
    1.3 Definition Erlebnispädagogik
  2. Dienstleistungen
    2.1 Vorinformation
    2.2 Vertrag
    2.3 Begleitung und Beratung
    2.4 Auswertungsgespräch
  3. Struktur und Inhalte
    3.1 Dauer und Umfang
    3.2 Lehrplan und Inhalte
    3.3 Praxisprojekt
    3.4 Praktikum / Hospitation
    3.5 Prüfungsvoraussetzungen
    3.6 Prüfung
    3.7 Prüfungsteam
    3.8 Prüfungsordnung
    3.9 Evaluation
  4. Ausbildungsteam
    4.1 Auswahl der Betreuer
    4.2 Betreuungsschlüssel
    4.3 Pädagogische Qualifikation
    4.4 Erlebnispädagogische Qualifikation
    4.5 Fachsportliche Qualifikation
    4.6 Kompetenzen in der Erwachsenenbildung
    4.7 Weiterbildung
    4.8 Reflexion  

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Ablauf, Leistungen und Kosten des Verfahrens


Die Kosten für die Zertifizierung betragen:

  • bei Zertifizierung eines Bereiches 1.000 €
  • bei Zertifizierung beider Bereiche 1.500 €

Diese Preise gelten für unsere juristischen Mitglieder. Wir empfehlen unseren Mitgliedern die Zertifizierung, sie ist allerdings keine Pflicht.

Sollten Sie als Nicht-Mitglied Interesse an der Zertifizierung haben, dann wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle für weitere Informationen und Preise.


Leistungen und Ablauf des Verfahrens:

  • In der Geschäftsstelle meldet man das Interesse an der Zertifizierung an.
  • Die Anmeldung zum Verfahren erfolgt dann über vertragliche Bestimmungen.
  • Mit dem Vertrag wählt man auch die zu zertifizierenden Bereiche aus. Zertifiziert werden Anbieter und ihre Angebote in den Bereichen "Klassenfahrten und Gruppenprogramme" und /oder "Aus- und Weiterbildung".
  • Nach Unterzeichnung der Verträge erfolgt die Rechnungstellung. (Die Zahlung in 2 Raten ist möglich.)
  • Nach Begleichung der Rechnung erhält der Anbieter den Arbeitsordner mit den Standards in Form eines Fragebogen. Der Ordner enthält die Standards entsprechend der zu zertifizierenden Bereiche.
  • Bei der Erst-Zertifizierung hat der Anbieter maximal ein Jahr Zeit, um die Nachweise zu den geforderten Standards zu erbringen und so den Fragebogenordner zu füllen.
  • Nachdem der Anbieter alle Fragen beantwortet und die entsprechenden Nachweise erbracht hat, sendet er den Ordner an den be zurück.
  • Der Arbeitsordner wird dann an einen externen und unabhägigen Auditor weitergegeben. Dieser vereinbart mit dem Anbieter einen Vor-Ort-Besuch, bei welchem in einem beratenden Gespräch auf die im Fragebogen gemachten Angaben eingegangen wird.
  • Anhand des Arbeitsordners und des Beratungsgespräches fertigt der Auditor dann einen Auditbericht an und empfiehlt die Vergabe des Gütesiegels.
  • Letztendlich entscheidet der Vorstand des be über die Vergabe des Siegels.
  • Dem Anbieter wird das Gütesiegel in Form eines Zertifikates überreicht. Das Siegel ist für zunächst drei Jahre gültig und kann mit einer Nachzertifizierung verlängert werden.
  • Der be veröffentlicht den nun zertifizierten Anbieter auf seiner Website (s.u.)
  • Gleichzeitig kann der Anbieter das Gütesiegel im Rahmen seiner eigenen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verwenden.

Eine detailliertere Erläuterung und die Klärung von Fragen sind stets Bestandteil der begleitenden Beratung zum Verfahren und Zertifizierungsprozess.

 

Anmeldung zum Verfahren

Wenn Sie am Zertifizierungsverfahren "beQ" teilnehmen möchten, dann können Sie sich in der Geschäftsstelle des Bundesverbandes anmelden:
Telefon:  0231 - 9999 490
E-Mail:   info@be-ep.de

Wenn Sie Mitglied werden möchten oder noch weitere Beratung wünschen, erfahren Sie an o.g. Kontaktdaten ebenso mehr.


Ein Flyer fasst noch einmal alle Informationen zum Gütesiegel "beQ" zusammen. Er kann als pdf-Datei unter folgendem Link herunter geladen werden: Flyer

 

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Zertifizierte Anbieter


Folgende Anbieter sind aktuell nach den Standards des Verfahrens zertifiziert und tragen das Gütesiegel "beQ":
In den beiden rechten Spalten ist mit einem "X" gekennzeichnet, in welchen Bereichen die Träger zertifiziert sind.

 

Anbieter (alphabetisch)
Aventerra e.V. X X
ELAN e.V. X X
erlebnistage | GFE X X
EXEO e.V. X X
flowventure X  X
Gemeinnützige Jugendhilfe Sirius GmbH, zertifiziert sind erlebnispädagogische Reiseprojekte im Inland X  
hoch3 Klassenfahrten und Gruppenprogramme gUG X X
Hochseilgarten Altenhof (Förde-Akademie) X  
Hogeschool van Arnhem en Nijmegen, Minor Erlebnispädagogik   X
Institut für Erlebnispädagogik der CVJM-Hochschule X X
Interakteam GmbH X X
KAP-Institut   X
Katholische Stiftungsfachhochschule München, Erlebnispäd. Zusatzqualifikation (EPZ)   X
KEEP Jugendhilfe GbR, zertifiziert sind erlebnispädagogische Clearings X  
Kurzzeithelden gGmbH X  
Natur bewegt e.V. X  
Natur bewegt Dich gGmbH X  
Natur - Erfahren + Lernen X  
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften   X
Outdoor Oberberg e.V. X  
STEPS e.V. X  
Projekt "Wolf Erleben Lernen", Domizil Leuchtturm gGmbH   X
Zwerger & Raab GmbH X X


Es befinden sich bereits weitere Träger im Zertifizierungsprozess. Nach Abschluss des Verfahrens werden wir auch diese hier bekannt geben.

Ebenso befinden sich einige dieser Träger bereits in der Re-Zertifizierung, womit das Zertifikat für weitere drei Jahre vergeben wird.

 

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Die Auditorinnen und Auditoren

Ein wesentlicher Bestandteil des Zertifizierungsverfahrens ist die Arbeit einer Auditorin oder eines Auditors. Die Auditoren begutachten die Nachweise im Fragebogenordner und besprechen bei einem Vor-Ort-Besuch mit dem Anbieter die Standards. Wir verstehen den Vor-Ort-Besuch in erster Linie als Beratungsgespräch. Danach fertigen die Auditoren einen Bericht an, welcher die Ergebnisse der Zertifizierung dokumentiert und zudem Tipps für den Anbieter und die Weiterentwicklung seiner Qualität enthält. Je Zertifizierung wird ein Auditor/eine Auditorin eingesetzt.

Im Folgenden stellen sich die Auditoren des "beQ" selbst vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Alexandra Albert (Jg. 1972) Wenn ich nach meinem Beruf gefragt werde, fällt es mir oft nicht leicht, meine Tätigkeiten unter einem Deckelchen zusammenzufassen. Denn die Umtriebigkeit ist mein Laster, die Vielseitigkeit mein Gewinn. Ich bin eine freiberufliche „Vielmacherin“, von Hause aus Kulturwissenschaftlerin. Zur Erlebnispädagogik bin ich über meine fast 10-jährige Arbeit im Bildungstourismus gekommen. Seit Bestehen des Arbeitskreises Aus- und Weiterbildung im be kam ich in Kontakt mit dem Bundesverband und habe dort auch zwei Jahre im Vorstand mitgewirkt. Seit 2008 arbeite ich freiberuflich als Autorin und Referentin. Zur Zeit schreibe ich nicht an einem Buch, sondern promoviere im Bereich Sportsoziologie. Zudem arbeite ich als externe PR-Beauftragte für den Bereich Leistungsbergsteigen im Deutschen Alpenverein e. V., als Sport-Mentaltrainerin, als Englischlehrerin im Kindergarten sowie als freie Mitarbeiterin im Zentrum für globale Nachhaltigkeit Darmstadt. Ich bin begeisterte Natursportlerin, gern in vielen Spielarten unterwegs, meine absolute Leidenschaft gilt jedoch dem Weit- und Bergwandern. Als Auditorin kann ich meine internationale Erfahrung im Bereich Outdoor Education mit einbringen sowie meine langjährige Arbeit zum Thema Nachhaltigkeit. Ich bin verheiratet, habe zwei Töchter und lebe am Fuße des Odenwalds in der Nähe von Darmstadt.

Mehr Infos hier.

  

 

  

Horst Bötcher (Jg. 1952), vormals Lehrer, dann rund ein Dutzend Jahre Leiter eines 600 Betten-Hauses und schließlich langjährig Geschäftsführer eines großen Landesverbandes mit über 35 Häusern, kennt Theorie und Praxis in Tagungs- und Übernachtungshäusern aus allen Perspektiven. Mit diesem Hintergrund geht er bei  Audits immer noch neugierig in neue Häuser und Strukturen, lernt gern dazu und schlägt bei Problemen praxisnahe Lösungen vor.

Noch mehr Infos lesen Sie hier

 

 

 

 

 

 

Manfred Fuß (Jg. 1962), Dipl. Sozial-Pädagoge, Lebensmittelpunkt Köln.
Meine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Kooperation von Jugendhilfe und Schule und hier in der Entwicklung von qualitativen Angeboten von Ganztagsbetrieben an Schulen in NRW und in der qualitativen Weiterentwicklung von Kinder- und Jugendmobilitätsangeboten hin zum Ziel Kinder- und Jugendreisen für Alle. Ich war Geschäftsführer der BAG Katholisches Jugendreisen und des BundesForum Kinder- und Jugendreisen und habe verschiedene Bücher und Publikationen im pädagogischen Bereich für das Arbeitsfeld veröffentlicht.
Aktuell liegen meine Arbeitsschwerpunkte in der Weiterentwicklung der Qualitätsmanagementsysteme QMJ Unterkünfte und QMJ SicherGut beim BundesForum Kinder- und Jugendreisen, für die ich auch als Auditor tätig bin, und in der Entwicklung der Themenfeldes “Inklusion” und hier eher des erweiterten Inklusionsbegriffes in unserem Arbeitsfeld.

Mehr Infos finden Sie hier.

  

 

 

Heike Lorenz (Jg. 1959): Weil mir eine qualitativ hochwertige Praxis erlebnispädagogischer Angebote ein wichtiges Anliegen ist, bin ich gerne Auditorin für das Qualitätssiegel des Bundesverbandes geworden.
In dieser Funktion kann ich nun etwas tun, was zu meinen Stärken zählt: ich freue mich darauf, Einrichtungen bei der Weiterentwicklung ihrer Qualität zu unterstützen!

Mehr Infos finden Sie in der Vita oder hier.

 

 

Marita Müller (Jg. 1965): Dipl. Sozialarbeiterin und noch einiges mehr. Ich habe mehr als 10 Jahre in der Erwachsenenbildung gearbeitet und bin ebenfalls seit vielen Jahren in der Jugendhilfe tätig. Bei einem Jugendhilfeträger bin ich für die Umsetzung und Gestaltung individualpädagogischer Maßnahmen im Ausland verantwortlich.
Qualität ist für mich ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit mit Menschen und ich freue mich, für den Bundesverband als Auditorin tätig zu werden.
Neben meiner Berufung lebe ich in Dortmund, fahre gern mit dem Cabrio oder meinem E-Bike, wusel im Garten rum, lese, gehe ins Fitnessstudio oder klettern.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Oliver Schmitz (Jg. 1975) war nach erfolgreichem Studienabschluss als Diplom-Sozialpädagoge (FH) zunächst einige Jahre bei der Stadtverwaltung Andernach in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und in der Arbeit mit Langzeitarbeitslosen angestellt. In dieser Zeit hat er auch die mehrmodulige Zusatzqualifikation "Abenteuersport und Erlebnispädagogik" der IG Abenteuersport und Erlebnispädagogik im Norden von Rheinland-Pfalz absolviert.
Parallel zu seiner Tätigkeit hat er erste Trainererfahrungen als Honorarkraft bei transfer e.V. in Köln gesammelt. Nachdem er dort zunächst als Schulungstrainer eingesetzt wurde (u.a. für die beiden BZgA-Jugendaktionen „Bist du stärker als Alkohol?“ und „GUT DRAUF“), ist er seit 2010 als Projektleiter für Kinder- und Jugendreisen und seit 2013 als stellvertretender Geschäftsführer u.a. für die bundesweite Qualifizierung, Vernetzung und Konzeptentwicklung in den Bereichen Kinder- und Jugendreisen sowie Jugendgesundheit zuständig. In diesem Zusammenhang setzt er sich regelmäßig mit Fragen nach pädagogischer Qualität, Organisationsentwicklung, Vernetzung und Kooperation sowie Qualitätsmanagementprozessen auseinander. Der Abschluss eines Fernstudiums als Betriebswirt für Non-Profit-Organisationen bietet ihm hierfür wichtiges Grundlagenwissen.
Als Auditor ist er bereits seit vielen Jahren in der Jugendaktion GUT DRAUF für die BZgA tätig und hat dort auch an der Entwicklung des aktuellen Qualitätshandbuchs und der einzelnen Qualitätskriterien mitgearbeitet.

 

 

 

 

- war von Juli 2012 bis Juli 2016 als Auditorin tätig -

Ana-Maria Stuth (Jg. 1978) ist Leiterin der Agentur Quifd und Geschäftsführerin der Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland. Sie bringt Erfahrungen aus der Entwicklung eines Qualitätssystems für Freiwilligendienste und der Schulung und Beratung von Trägern in ihrer Qualitätsentwicklung mit. In den letzten Jahren hat sie dabei mitgewirkt das QMJ des BundesForum Kinder- und Jugendreisen "Rahmenbedingungen Reisebegleitung - Sicher gut!" (weiter)zuentwickeln. Sie ist außerdem Auditorin im QMS der Bundesarbeitsgemeinschaft Freiwilligenagenturen.

Mehr Infos hier

 

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Der wissenschaftliche Beirat

 

Die Inhalte und die Weiterentwicklung der Qualitätsstandards und des gesamten Zertifizierungsverfahrens werden wissenschaftlich begleitet. Derzeit bilden folgenden Personen den wissenschaftlichen Beirat:

  • Prof. Dr. Harald Michels, Fachhochschule Düsseldorf, Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
  • Prof. Dr. Werner Michl M.A., Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Fakultät Sozialwissenschaften
  • Prof. Dr. Ulrich Lakemann, Fachhochschule Jena, Fachbereich Sozialwesen

 

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Entwicklung des Gütesiegels

Übergabe der ersten drei Gütesiegel
im März 2010
 

Seit einigen Jahren wächst die Zahl von Anbietern und Angeboten erlebnispädagogischer Programme. Gleichzeitig wird die Frage nach der Qualität lauter. Im Dschungel der erlebnispädagogischen Möglichkeiten fällt es insbesondere den Kunden schwer sich zu orientieren: Was ist denn nun Erlebnispädagogik? Wann ist ein Programm ein erlebnispädagogisches? Wie ist die Qualität des Angebotes?
Mit dem Gütesiegel "Qualität erlebnispädagogischer Programme und Angebote – Mit Sicherheit pädagogisch!" (kurz "beQ") hat der Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. (be) ein Zertifizierungsverfahren entwickelt, welches eine Antwort auf diese Fragen gibt.

Im Arbeitskreis des Fachbereich „Klassenfahrten und Gruppenprogramme“ hat die Zunahme an Anbietern und die Professionalisierung erlebnispädagogischer Programme eine Qualitäts- und Anspruchsdebatte ausgelöst. Hierbei wurden zunächst verbindliche Qualitätsgrundlagen für handlungsorientierte und erlebnispädagogische Programme und Anbieter entwickelt (siehe ESA), welche für alle juristischen Mitglieder des be aus diesem Fachbereich grundlegend sind. Gleichzeitig war bewusst, dass es auch eine Möglichkeit braucht, um die Einhaltung der Qualitätsgrundlagen zu prüfen. Dies sollte über einen Zertifizierungsprozess, welcher mit der Vergabe eines Gütesiegels abschließt, gewährleistet werden.

Die grundlegende Arbeit für die Entstehung eines solchen Qualitätsmanagementsystems leistete eine damalige Studentin im Rahmen ihrer Diplomarbeit (vgl. Eva Mauch, 2008, unveröffentl.). Ebenfalls konnte der be von bereits bestehenden Verfahren profitieren, wobei insbesondere die Kooperation mit dem BundesForum Kinder und Jugendreisen e.V. wesentliche Unterstützung bot. Das BundesForum zertifiziert nach einem bundesweit einheitlichen Klassifizierungssystem auf Basis des sogenannten QMJ-Verfahrens Kinder- und Jugendunterkünfte sowie seit 2008 auch die Rahmenbedingungen der Reisebegleitung ("Sicher gut!"). In Absprache konnten damit für das "beQ" Strukturen und Erfahrungen aus den QMJ-Verfahren übernommen werden, wobei die inhaltliche Ausrichtung der Verfahren unterschiedlich ist. Dabei ist das "beQ" das einzige derzeit bestehende Verfahren, welches sich auf die Pädagogik, und im Speziellen auf die Erlebnispädagogik, bezieht.

Aus dem Fachbereich "Klassenfahrten und Gruppenprogramme" heraus bildete sich dann eine Kommission, welche anhand der Diplomarbeit und der Unterstützung des BundesForum den Kriterienkatalog und den Fragebogen für das Zertifizierungsverfahren entwickelte. Namhafte Professoren aus dem Fachgebiet der Erlebnispädagogik sowie viele Anbieter und Kollegen unterstützten zudem dieses Vorhaben durch ihre kritisch-konstruktiven Anregungen (mehr dazu). Nach vielen Monaten intensiver Arbeit konnte 2009 die Pilotphase und damit die ersten Zertifizierungen beginnen. (Aus dem Beitrag von Katja Hager: Qualität und Erlebnispädagogik - Wie ein Gütesiegel dies verbindet. In: erleben & lernen, 17. Jg, Heft 5, 2009.)

Mit dem wachsenden Markt an Ausbildungen in der Erlebnispädagogik haben zahlreiche Fachleute aus der Praxis und der Wissenschaft dann ebenso an der Entwicklung von Qualitätsgrundlagen für diesen Bereich gearbeitet. 2011 wurden die "Qualitätsgrundlagen für Anbieter erlebnispädagogischer Aus- und Weiterbildungen" veröffentlicht. Anschließend wurde das Zertifizierungsverfahren "beQ" um diesen Bereich erweitert. Seit September 2014 besteht somit die Möglichkeit, dass sich auch Anbieter von Aus- und Weiterbildungen zertifizieren lassen.

Die Arbeiten an einer möglichen Erweiterung und der Zertifizierung individualpädagogischer Maßnahmen laufen bereits.

 

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Berichte, Fachartikel, Broschüren und Presseinformationen


Februar 2015
Qualität im Kinder- und Jugendreisen. Übersicht zu den Qualitätssystemen und Qualitätssiegeln, Broschüre, 2. Auflage, Reisenetz e.V. Deutscher Fachverband für Jugendreisen (Hrsg.).

02.10.2014
Presse-Information: Vorstand beschließt neue Standards für die Zertifizierung von Aus- und Weiterbildungen in der Erlebnispädagogik

09.02.2012
Presse-Information: ELAN e.V. jetzt mit Qualitätssiegel, Deutschland Today.

Juli 2011
Natascha Plankermann: Wir sind Wir! Klassenfahrten sind eine ideale Gelegenheit, Außenseiter besser einzubeziehen und ein Team entstehen zu lassen. Experten berichten wie das funktioniert, IN: Forum Schule. Das Magazin für Lehrerinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen, Ausgabe 02/2011.

20.01.2011
Katja Hager: Erfolg für das Gütesiegel "beQ", erschienen in der Rubrik "Aktuelles" auf www.be-ep.de

Dezember 2010
Marina Obermann: Qualität vs. Kommerz in der Erlebnispädagogik - Am Beispiel des Gütesiegels "beQ". Diplomarbeit an der Stiftung Universität Heidelberg, unveröffentlicht.

09.08.2010
Interview, Susanne Hörr: In Höhlen und Höhen lernen, IN: Berliner Zeitung, Ausgabe vom 09.08.2010

08.03.2010
Presse-Information: Qualiät in der Erlebnispädagogik. Übergabe der ersten "beQ" Zertifikate machte die MGV des be zu einem besonderen Ereignis, u.a. erschienen In: JiD JugendinformationsDienst, Heft 1 / April 2010.

26.02.2010
Presse-Information: Qualität und Sicherheit in der Erlebnispädagogik - ausgezeichnet!

Oktober 2009
Katja Hager: Qualität und Erlebnispädagogik - Wie ein Gütesiegel dies verbindet, In: erleben & lernen, Jg. 17 Heft 5, S.31ff.

Juli 2009
Katja Hager: "Qualität erlebnispädagogischer Programme und Anbieter - Mit Sicherheit pädagogisch!" - Gütesiegel "beQ" geht in die Pilotphase, In: be Newsletter 02/2009.

Februar 2009
Katja Hager: "Qualität erlebnispädagogischer Programme und Anbieter - Mit Sicherheit pädagogisch!" Entwicklung des BE Gütesiegels zur Qualität von Anbietern erlebnispädagogischer Klassenfahrten und Programme, In: erleben & lernen, Jg. 17 Heft 1.

13.02.2009
Pressemeldung: Gütesiegel zur Qualität von Anbietern erlebnispädagogischer und handlungsorientierter Schulfahrten und Programme.

11.12.2008
Katja Hager: "Mit Sicherheit pädagogisch", erschienen unter der Rubrik "Aktuelles" auf www.be-ep.de.

 

 

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