Der Fachbereich Projekte in der Jugend(-sozial)arbeit vertritt die Interessen erlebnispädagogischer Projektarbeit mit Jugendlichen, welche über Abenteuerelemente folgende Themen aufgreift:
- Beeinträchtigung / Selbstbestimmung
- Berufsvorbereitung / Lebensplanung
- Gesundheit
- Gewaltprävention
- Mädchen- und Jungen
- Raumeroberung / Mitbestimmung
- Sozialkompetenz
Angebote der Jugendarbeit verfolgen das Ziel, die persönliche Entwicklung junger Menschen zu fördern, sie zur Selbstbestimmung zu befähigen und zur gesellschaftlichen Mitverantwortung anzuregen. Zahlreiche Jugendverbände oder freie und kirchliche Träger bemühen sich, junge Menschen in ihrer Freizeit über Beratungsgespräche, Ferienfreizeiten, Internetcafés oder Gruppenarbeit zu stärken.
Auch die Jugendsozialarbeit als Feld der Jugendhilfe will durch Maßnahmen vor allem benachteiligte Jugendliche unterstützen, die in erhöhtem Maße auf Hilfe angewiesen sind. Sie beschäftigt sich mit der Lebensplanung rund um den Bereich Arbeit und Ausbildung.
Beratungsstellen für Arbeitslose, Schnupperangebote zur Berufsfindung oder außerbetriebliche Ausbildungsplätze sollen Mädchen und Jungen die Integration auf dem Arbeitsmarkt erleichtern. Angesichts der hohen (Jugend-) Arbeitslosigkeit wird aber auch die Aufgabe immer dringlicher, Jugendliche auf Phasen der Erwerbslosigkeit vorzubereiten, damit sie dadurch nicht ihren Mut, Selbstwertgefühl und Eigeninitiative verlieren.
Da Jugendliche häufig schwer zu motivieren sind an den o.g. Angeboten und Maßnahmen teilzunehmen, gewinnen erlebnispädagogische Projekte in der Jugend(-sozial)arbeit zunehmend an Attraktivität. Initiatoren der Jugendarbeit als auch Jugendsozialarbeiter greifen zunehmend auf handlungs- und erlebnisorientierte Methoden zurück, wohlwissend, dass abenteuerliche Aktionen den Alltag durchbrechen und von jungen Menschen in der Regel als reizvoll und herausfordernd empfunden werden.
Bedürfnisse nach Abenteuer und Erlebnis werden in der Projektarbeit aufgegriffen, um dem Einzelnen neue Lernerfahrungen zu ermöglichen, die für sein Privat- und Berufsleben wertvoll und lehrreich sind. Der Bau einer Seilbrücke in einer Gruppe fordert Eigeninitiative heraus und bietet eine gute Grundlage, die eigene Teamfähigkeit zu reflektieren und zu trainieren. Das Sichern eines Kollegen beim Klettern erfordert die Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln. Der gemeinsame Bau eines Sinnesparcours auf dem Gelände einer Jugendeinrichtung oder Abenteueraktionen im Wohngebiet erhöhen die Identifikation Jugendlicher mit ihrem Lebensumfeld. Es entstehen Gruppenprozesse, die Raum für intensive soziale Erfahrungen schaffen. Die in Abenteuersituationen neu entwickelten Bewältigungsstrategien lassen das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten wachsen und unterstützen Jugendliche, sich selbstbewusst den gesellschaftlichen und privaten Anforderungen zu stellen.
Für eine langfristig angelegte Projektarbeit, der ein Transfer der Erfahrungen in den Alltag gelingen soll, ist die Verknüpfung mit der Jugend(-sozial)arbeit im Stadtteil von Vorteil. Vernetzungen und Kooperationen mit freien und städtischen Trägern in der Kommune, Eltern und Lehrkräften sind erfahrungsgemäß sinnvoll, um für nachhaltige Wirksamkeit zu sorgen.
Weitere Informationen erhalten Sie bei Stefanie Janne Klar. Sie war bis Februar 2011 im Vorstand des BE tätig.


