Zum Tod von Rainer Opladen

„Niemals geht man so ganz, irgendwas von dir bleibt hier...“ (Trude Herr)

Mitten im Trubel und in der Geschäftigkeit des Deutschen Jugendhilfetages in Düsseldorf erreichte uns die Nachricht vom Tode Rainer Opladens, der tags zuvor am 27. März 2017 verstorben war. Wie ein Lauffeuer eilte die traurige Neuigkeit durch unsere Reihen, löste Bestürzung und Anteilnahme, aber unmittelbar auch viele Bilder und Erinnerungen in unseren Köpfen aus.

Rainer war dem be als „Mann der ersten Stunde“ seit Anbeginn verbunden. In all den Jahren hat er sich dabei an unterschiedlichen Stellen engagiert.
Die Fachgruppe „Hilfen zur Erziehung“ hat er durch seine berufliche Perspektive als Fachberater des Landschaftsverband Rheinland bereichert. Hier war Rainer in besonderer Weise überzeugt von der Idee Individualpädagogischer Hilfen; er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die ersten konzeptionellen Entwürfe und praktischen Gehversuche zum damals neuen Feld lebens- und entwicklungsfähig wurden – damit war er im besten Sinne einer der wichtigsten Geburtshelfer für die junge „Disziplin“! Auch in den folgenden Jahren hat er die Entwicklung der Individualpädagogik und die Implementierung in die Praxis als „Critical Friend“ unterstützt – er verstand es, zur richtigen Zeit die richtigen Fragen zu stellen und sich in Diskussionen wohlwollend, aber durchaus klar und konstruktiv-kritisch zu positionieren.
Später unterstütze er die Arbeit von Vorstand und Geschäftsstelle, indem er die komplexe Bearbeitung und Aufbereitung von Mitgliedsanträgen übernahm. Sein sorgfältiger und wacher Blick unterstützten in der Folge den Vorstand in seiner Entscheidungsfindung.

Zum Dank für sein Engagement wurde Rainer die Ehrenmitgliedschaft des Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. verliehen.

Nicht nur sein fachliches Know How wird uns fehlen – vermissen werden wir auch den Menschen Rainer: seine Liebe zur Musik, seine Lebensfreude, seinen unverwechselbaren Humor, seinen Kampfgeist im Umgang mit den schweren Erkrankungen, die ihn und seine Familie in den letzten Lebensjahren herausgefordert haben - machet jut, lieber Rainer!

 

Foto: privat - Familie Opladen

 

 

 

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