Neue Auditoren für das Qualitätsverfahren „beQ“ geschult

Im Rahmen einer Schulung wurden vier neue Auditor*innen in das Qualitätsverfahrens „beQ“ eingeführt, denn durch die wachsende Zahl an Zertifizierungen sind weitere Auditor*innen erforderlich geworden. Ab jetzt stehen insgesamt 10 Prüfer*innen zur Verfügung.

Foto: be | Katja Rothmeier

Diana Bäuerle, Foto: privat

Florian Galuschka, Foto: privat

Frauke Mangels, Foto: privat

Christiane Thiesen, Foto: privat

Da die Zahl der Zertifizierungen stetig steigt werden auch weitere Auditor*innen erforderlich. Wir konnten Christiane Thiesen, Diana Bäuerle, Florian Galuschka und Frauke Mangels für die Tätigkeit gewinnen. Um sie für das Qualitätsverfahren und ihre Aufgaben fit zu machen, fand am 03.08.2017 eine Schulung statt. Diese wurde durchgeführt von Katja Rothmeier, Geschäftsführerin des be, wobei umfassendes Wissen zum Verfahrensablauf, zur Rolle als Auditor, zur Bewertung und vielem mehr vermittelt wurde.

Die Auditorinnen und Auditoren haben bei der Qualitätszertifizierung „beQ“ eine der wichtigsten Funktionen, denn sie bewerten und beurteilen die Erfüllung der Standards. Die Auditoren übernehmen dabei eine externe und unabhängige Tätigkeit für den Bundesverband. Die Anzahl von bisher sechs Auditoren wurde somit auf 10 aufgestockt. Die vier Neuen bringen unter anderem Kenntnisse und Erfahrungen in der Individualpädagogik mit. So ist die Zertifizierung des Anfang 2017 neu eingeführten Bereiches der „Hilfen zur Erziehung / Individualpädagogik“ gut abgedeckt.

Im Folgenden stellen sich die Vier kurz vor. Weitere Informationen zur „beQ“ Zertifizierung sowie alle weiteren Auditor*innen finden Sie unter www.info-beq.de

 

Diana Bäuerle (Jg. 1976)
Qualität bedeutet sich mit den Anforderungen der Gesellschaft auseinanderzusetzen und nie stillzustehen. Ich bin Dipl. Sozialpädagogin und Sozialmanagerin (M.A.) und leite die Flex-Fernschule des Campus Christophorus Jugendwerks in Breisach.

In meinen vorherigen Arbeitsbereichen war ich zuständig für die Qualitätsentwicklung der Gesamteinrichtung und die Weiterentwicklung der erzieherischen Hilfen, die mir im In- oder Ausland, im Einzelsetting oder in der Gruppe immer noch sehr am Herzen liegen.

Ein Audit verstehe ich als gemeinsames Lernen und den Abgleich zwischen Theorie und Praxis. Und nur nach einer Kontrolle kann ein Lob erfolgen. Qualität ist kein Geheimnis und keine Wundertüte. Ich freue mich darauf das Besondere der Einrichtungen kennenzulernen und für „beQ“ tätig werden zu dürfen. Ich lebe im Norden von Freiburg, bin Familienmensch und reiselustig, liebe Abenteuer, die Abwechslung meines Berufs und die Möglichkeit immer wieder Neues kennenzulernen.

 

Florian Galuschka (Jg. 1979), Dipl.Pädagoge (Uni)
Angefangen hat alles als Betreuer in einem Auslandsprojekt im Dschungel Nicaraguas. Dort ist mir klar geworden, welches pädagogische Potential in einem geeigneten individualpädagogischen Setting liegt. Direkt nach meinem Studium der Sonder- und Diplompädagogik habe ich daher mit Freunden den Jugendhilfeträger KEEP aufgebaut und sieben Jahre mit geleitet. Insbesondere war ich als Pädagogischer Leiter für erlebnispädagogische Clearingmaßnahmen, Reiseprojekte und stationäre Hilfen im Ausland verantwortlich. Als Lehrbeauftragter der Universität Würzburg brachte ich meine Erfahrungen in die Aus- und Weiterbildung Studierender zu Erlebnispädagog*innen ein. Mit meiner Familie zog ich nach spannenden Jahren in Franken wieder zurück ins Allgäu, wo ich seit 2016 als Erziehungsleiter in der stationären Jugendhilfe arbeite und eine Mutter-Kind-Einrichtung sowie ein Kinderhaus (stationäre Einrichtung für Kinder ab 6 Jahren) begleite. Als Qualitätsbeauftragter bin ich zudem für die Qualitätssicherung sowie für Zertifizierungsverfahren der Einrichtung zuständig. Aktuell befinde ich mich berufsbegleitend in einer Zusatzausbildung zum Supervisor und Coach.

Die Frage nach Qualität in der Pädagogik ist komplex. In der Regel arbeiten Einrichtungen mit verschiedenen Kunden und Kooperationspartnern zusammen: Kinder und Jugendliche, Jugendämtern, Eltern, Schulen, Gerichten etc. Jede/r Einzelne setzt dabei unterschiedliche Schwerpunkte in der Begriffsdefinition. Man muss sich daher kontinuierlich und immer wieder kritisch (hinter)fragen: Was ist gute pädagogische Arbeit? Welche Ziele verfolge ich? Für wen tue ich meine Arbeit? Wie transparent sind die Prozesse?

Qualitätsentwicklung ist für mich eine wertvolle, reflektierende Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen der Kunden sowie den verschiedenen Facetten der eigenen Arbeit und den internen Prozessen.
Ich freue mich, Sie als Auditor in der Weiterentwicklung ihrer Organisation begleiten und unterstützen zu dürfen!

 

Frauke Mangels (Jg. 1966)
Studium: Sozialwesen (FH Nordostnierdersachsen); Sozialmanagement (Universität Lüneburg) z.Zt. Promotionsstudium an der Leuphana Universität Lüneburg

Weiterbildungen: Systemische Familientherapeutin/ Entwicklung Sozialer Systeme (Blomberg/Meier, SystemProzess Bonn); Qualitätsfachkraft im Sozial- und Gesundheitswesen (Oppermann, Wien); Körper- Ressourcen- und Systemorientierte Traumatherapie (ZPTN)

20 Jahre Jugendhilfepraxis: 10 Jahre SPFH, Heimerziehung, Bildungsarbeit mit Mädchen und Frauen, Gemeinwesenarbeit 10 Jahre Individualpädagogik beim Neukirchener Erziehungsverein (Koordination und Fachberatung)

Seit 2010 Lehrkraft an der Ostfalia Hochschule, Fakultät Soziale Arbeit; Schwerpunkte: Methoden der Sozialen Arbeit, Fallverstehen, Traumapädagogik, Individualpädagogik, Ressourcenorientierung in der Jugend- Kultur- und Gemeinwesenarbeit, Begleitung und Coaching von Orientierungs- und Berufspraktikant_innen.

2015 haben Eva Felka, mehrere Individualpädagogische Träger und ich eine Tagung zum Thema "Systemsprenger oder verhaltensoriginelle Jugendliche? Individualpädagogik in der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe" organisiert. 2016 habe ich meine Dissertation zum Thema "Individualpädagogik als ressourcenorientierte und traumasensible Jugendhilfe - Kompetenzanforderungen an die Fachkräfte" begonnen.

 

Christiane Thiesen (Jg. 1967)
Seit 1994 befasse ich mit den vielfältigen Themen der Erlebnis- und Individualpädagogik und war viele Jahre im be in verschiedenen Rollen engagiert. Clearing-, Reise- und Standortmaßnahmen im Rahmen der Hilfen zu Erziehung gehörten ebenso zu meinem aktiven beruflichen Leben als Sozialpädagogin sowie die Entwicklung und Durchführung von Fort- und Weiterbildung von Erlebnispädagog*innen und (Individualpädagogischen) Fachkräften der Jugendhilfe.

Durch meine langjährige freiberufliche Tätigkeit bei OUTWARD BOUND Deutschland habe ich auch Einblicke in die erlebnispädagogischen Klassenfahrten erhalten.

Heute bin ich vornehmlich als Supervisorin (u.a. im Feld der Intensivpädagogischen Hilfen im In- und Ausland) tätig und begleite als Traumapädagogin unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Über die Traumapädagogik und -therapie habe ich einen spannenden Zugang zur „Erlebnistherapie“ erhalten und baue derzeit an einem europäischen Netzwerk „Adventure Therapy“ mit.

 

 

 

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