Räume öffnen. Menschen stärken. Haltung leben. Aspekte des handlungsorientierten Lernens in Praxis und Theorie.
Wir laden herzlich zur Fachtagung des Bundesverbandes Individual- und Erlebnispädagogik e.V. am 24.03.2026 ein!
Wie gestalten und öffnen wir pädagogische Lern- und Erfahrungsräume, um Menschen zu stärken und persönliche Entwicklung zu unterstützen? Wie können wir Menschen individuell fördern, eine klare Haltung einnehmen und als begleitendes Fachpersonal selbst mental und physisch gut aufgestellt sein?
Die Fachtagung des Bundesverbandes Individual- und Erlebnispädagogik e.V. lädt dazu ein, zentrale Aspekte handlungsorientierten Lernens theoretisch und praktisch gemeinsam zu erkunden. In einem einführenden Plenum setzen wir Impulse aus der Arbeit des Bundesverbandes zu Haltung, Wirkung und Verantwortung im handlungsorientierten Lernen. Anschließend bieten sechs Foren und Workshops vertiefende Zugänge zu verschiedenen Themen: Von feministischer Haltung und positiver Autorität über Resilienz, Krisenmanagement und Herausforderungen durch Betäubungsmittel bis hin zu konkreten (fachsportlichen) Tools für die Arbeit in den Feldern des handlungsorientierten Lernens. Ein Tag für fachlichen Austausch, vielfältige Inspiration, offenes Kennenlernen und kollegiale Vernetzung.
Auf folgende Themen und Referent:innen dürft ihr euch freuen:
- Anne Klier | Feministische Grundhaltung verkörpern in erlebnispädagogischen Räumen »
- Christian Brodt | Positive Autorität im erlebnispädagogischen Alltag mit jungen Menschen »
- Rafaela und Reinhard Zwerger | Nur ein Seil? Skills für Individualpädagog:innen - und alle anderen »
- Dr. Tobias Scholl | Betäubungsmittel – neue und alte Herausforderungen »
- Stephan Eckl | Resilienz entfalten in stürmischen Zeiten – ein spielerisch-erlebender Zugang zu inneren Quellen »
- Josef Sözbir | Krisenmanagement - wenn Outdoor-Erste-Hilfe zur mentalen Ersten Hilfe wird »
» Der geplante Ablauf sowie Beschreibungen der einzelnen Workshops stehen weiter unten auf dieser Seite.
Rahmendaten
Zielgruppe:
Die Fachtagung ist für alle offen: Individualpädagog:innen, Erlebnispädagog:innen und Erlebnistherapeut:innen sowie für diejenigen, die neugierig sind und sich informieren möchten.
Zeitrahmen:
24. März 2026 von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Am 25. März 2026 folgt die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes am gleichen Ort. Eine Übernachtung ist möglich.
Tagungsort:
Jugendbildungsstätte Volkersberg
Volkersberg 1 in 97769 Bad Brückenau / Volkers
www.volkersberg.de
Anreise: https://www.volkersberg.de/haus-volkersberg/kontakt-anreise
Kosten:
Es fällt eine Tagungspauschale an:
69 € für juristische Mitglieder, natürliche Mitglieder in der Vollmitgliedschaft sowie Kooperationspartner
99 € für natürliche Mitglieder in der Basis-Mitgliedschaft sowie Gäste
Zudem entstehen Kosten für Verpflegung und Übernachtung.
Tagesgäste, die nur an der Fachtagung am 24.03.26 teilnehmen: 40 € (enthält warme Getränke, Snack, Mittag und Kuchen)
Übernachtung und Verpflegung im EZ mit Du/WC, Vollverpflegung: 137 €
Übernachtung und Verpflegung im DZ mit DU/WC oder EZ mit Etagendusche/WC, Vollverpflegung: 131,50 €
Auch ein Stellplatz für WoMo ist gegen eine Gebühr von 50 € am Haus möglich.
Mitglieder, die nach der Mitgliederversammlung am 25.03.26 noch vor Ort bleiben (Sitzungen Fachgruppe oder Sektion), müssen noch weitere 19 € für Mittagessen und 7,50 € Kaffee und Kuchen einplanen.
Wir weisen darauf hin, dass die Preise und Stornobedingungen des Hauses Volkersberg gelten. Änderungen sind vorbehalten und Details mit dem Haus Volkersberg zu klären.
Bezahlung:
Die Rechnung über die Tagungspauschale wird nach der Anmeldebestätigung per E-Mail zugestellt.
Als Rechnungsadresse verwenden wir die eingegebene Adresse bei der Anmeldung (Nicht-Mitglieder) oder bei unseren Mitgliedern die in der Verwaltung hinterlegten Rechnungs- und Adressdaten. Soll die Rechnung an eine andere Adresse ausgestellt werden, dann gib uns dazu bitte bei der Anmeldung einen Hinweis im Feld "Anmerkungen".
Die Kosten für Verpflegung (auch Tagesgäste) sowie Übernachtung werden mit dem Haus Volkersberg vor Ort direkt abgerechnet (Rechnung, Karten- oder Bar-Zahlung sind möglich).
Du erhältst final also zwei Rechnungen.
Wir bitten um Anmeldung bis zum 16.03.2026!
» Jetzt anmelden
Mit der Anmeldung landet man zunächst auf "der Warteliste". Dies ist lediglich ein technischer Vorgang. Es gibt keine Teilnahmebegrenzung am Treffen. Es erfolgt dann später, da händisch von uns bearbeitet, eine weitere Mail, dass man auf der Teilnahmeliste steht.
Die Anmeldung ist verbindlich!
Übernachtung:
Für diejenigen, die übernachten, geben wir die Zimmerreservierung an das Haus Volkersberg weiter. Die Zimmerkontingente zur Übernachtung sind begrenzt und vorrangig für unsere Mitglieder vorbehalten, welche am 25. März 2026 an der Mitgliederversammlung teilnehmen. Wir gehen davon aus, dass die Kontingente ausreichen. Andernfalls gibt es im nahegelegenen Bad Brückenau weitere Übernachtungsmöglichkeiten.
Bild- und Videomaterial:
Während der Veranstaltung entstehen Bilder sowie Videoaufnahmen, die wir im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit verwenden. Wir bitten dies zu berücksichtigen.
Hinweis für Mitglieder:
Für die Mitgliederversammlung am 25. März 26 erfolgt eine Einladung per E-Mail. Es wird eine separate Anmeldung für die Mitgliederversammlung geben. Die Teilnahme ist hybrid möglich.
Kontakt:
Katja Rothmeier
E-Mail: k.rothmeier(at)be.ep.de
telefon: +49 (0)231 - 9999490
Geplanter Ablauf
ab 10 Uhr Anreise und Check In
11 Uhr Begrüßung und Auftakt - inhaltliche Einführung
12 - 13 Uhr Mittagspause und Netzwerken
13 - 14:45 Uhr Workshop-Phase 1 mit drei Angeboten parallel
14:45 - 15:15 Uhr Kaffee-Gespräche
15:15 - 17 Uhr Workshop-Phase 2 mit drei Angeboten parallel
17:15 Uhr Abschluss, Zusammenfassung Fragerunde
18 Uhr Ende der Fachtagung
Für alle Übernachtungsgäste wird es am Abend ein Angebot zum Austauschen und gemütlichem Beisammensein bei Glühwein und Lagerfeuer geben.
13 - 14:45 Uhr Workshop-Phase 1
Feministische Grundhaltung verkörpern in erlebnispädagogischen Räumen
Unser Alltag, unser soziales Gefüge und unsere gesellschaftliche, globale Ordnung sind von patriarchalen Strukturen und als weiblich und männlich konnotiertem Verhalten durchdrungen. Oft auf eher subtile Art und Weise kann auch das Rollenverhalten und die Haltung der professionellen Prozessbegleiter*innen davon beeinflusst werden und sich damit in den Lernprozess unserer Teilnehmenden einmischen. Gerade in der erlebnispädagogischen Gruppenarbeit kann unbewusst strukturelle Ungleichheit reproduziert werden, wenn z. B. Redeanteile und Aufgabenverteilung, wie Feuer machen, Holz hacken und abwaschen unreflektiert bleiben. Mitunter fehlen den Leitenden in solchen Situationen der Mut und die Argumente dies in den Fokus der Auswertung zu stellen, zumal bei allen Altersgruppen zum Teil mit Unverständnis und Abwehr zu rechnen ist. Dieser notwendige Perspektivwechsel in der Prozessbegleitung hin zu einer gendersensibleren Arbeitsweise kann gemeinsame Lernprozesse von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und den Begleitungen bereichern, indem die Vielfalt an Gefühlen, Befindlichkeiten und Bedürfnissen erlebbar und damit bewusst wird. Im Workshop wird über Begriffsklärungen und einer sensiblen Selbsterkundung eine Annäherung an eine feministische Grundhaltung angeboten, um den Blick für patriarchale Strukturen in unserem (erlebnis-)pädagogischen Handeln zu schärfen.
Dieser Workshop lässt unsere alltäglichen patriarchalen Strukturen sichtbar werden und transformiert tiefgehend in eine feministischere Haltung.
Referentin: Anne Klier - Erlebnispädagogin, Bergwanderführerin, Projektleitung SafeSpace, LernkulturCoach | bergtiefe.de | Snaketeam e.V.
13 - 14:45 Uhr Workshop-Phase 1
Positive Autorität im erlebnispädagogischen Alltag mit jungen Menschen
„Positive Autorität“ bedeutet, als pädagogische Fachperson klar, zugewandt und verbindlich zu führen - ohne Druck, Angst oder Beliebigkeit. Ein solcher autoritativer Stil gilt laut Resilienzforschung als einer der wichtigsten Schutzfaktoren für Kinder und Jugendliche. Er stärkt Bindung, Selbstregulation, Verantwortungsbewusstsein und Empathie - und trägt entscheidend zu gelingendem Lernen und sozialer Entwicklung bei.
In diesem Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit ihrer eigenen Haltung zu Autorität und Führung auseinander und erfahren, wie pädagogische Führungskraft auf der Basis von Beziehung, Vertrauen und klaren Grenzen gelingen kann. Ziel ist es, den eigenen Führungsstil zu reflektieren und Impulse für den pädagogischen Alltag zu gewinnen, die sowohl Pädagogen als auch Schülerinnen und Schüler stärken.
Inhalte:
- Positive Autorität als pädagogisches Konzept: Haltung, Wirkung und Grenzen
- Erlebnispädagogischer Alltag als Lernort für Demokratie, Verantwortung und Selbstwirksamkeit
- Von der Fremdkontrolle zur Selbstkontrolle: Wege zu mehr Eigenverantwortung bei jungen und jugendlichen Teilnehmern
- Die Legitimation pädagogischer Führung – Autorität als Beziehung, nicht als Machtinstrument
- Bei verbleibender Zeit Auszüge aus: Typische Erziehungsfallen erkennen und vermeiden (z. B. Einsichtsfalle, Ablehnungsfalle, Verständnisfalle, Tätertrancefalle)
Ziel des Workshops:
Die Teilnehmenden verstehen die Grundprinzipien positiver Autorität, können ihr eigenes Führungsverhalten reflektieren und Ausblicke bekommen wie man im pädagogischen Alltag gleichzeitig klar, wertschätzend und wirksam handeln kann.
Referent: Christian Brodt | Coaching - Training - Seminare - Beratung
13 - 14:45 Uhr Workshop-Phase 1
Nur ein Seil? Skills für Individualpädagog:innen - und alle anderen
In der Begleitung einzelner Menschen nutzen immer mehr Pädagog:innen die „Wildnis“ als Lernort. Während dieses praktischen Workshops lernt ihr, welche Möglichkeiten der Umgang mit einem Seil bietet. Vom Lagerbau bis zum improvisierten Abseilen, vom Bau kleiner Seilbrücken bis zur Anwendung von Flaschenzügen. Ihr werdet erstaunt darüber sein, was man alles leicht umsetzen und was man alles falsch machen kann. Ihr werdet Handwerkszeug erlernen, das man bei der Begleitung von Menschen in der Natur immer benötigen kann.
Referent:innen: Rafaela und Reinhard Zwerger | Zwerger & Raab GmbH
15:15 - 17 Uhr Workshop-Phase 2
Betäubungsmittel – neue und alte Herausforderungen
Der Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Bereich psychoaktiver Substanzen und deren gesellschaftliche Auswirkungen. Thematisiert werden die Freigabe von Cannabis, veränderte Konsummuster und neue Herausforderungen in Prävention und Beratung. Darüber hinaus werden neue psychoaktive Substanzen vorgestellt, insbesondere hochwirksame synthetische Opioide wie Nitazene, deren Wirkung und Risiken oft unterschätzt werden. Ziel ist es, Risiken verständlich einzuordnen und aktuelle Entwicklungen für die Praxis greifbar zu machen.
Referent: Dr. Tobias Scholl - Promovierter Chemiker mit akademischem Schwerpunkt in analytischer und forensischer Chemie. Studium der Chemie ab 2006 in Potsdam, Masterabschluss 2012 mit Arbeit in der Rechtsmedizin Greifswald. Promotion ab 2013 in Leipzig (Analytik), abgeschlossen 2022. Seit 2016 bei der ESA-Test GmbH tätig, seit 2022 Geschäftsführer. Fachliche Schwerpunkte sind die Etablierung der Cannabinoid- und Terpenanalytik, Forschungskoordination sowie Veröffentlichungen, u. a. zu psychoaktiven Toxinen der Coloradokröte.
15:15 - 17 Uhr Workshop-Phase 2
Resilienz entfalten in stürmischen Zeiten – ein spielerisch-erlebender Zugang zu inneren Quellen
Demokratie zu pflegen und weiterzuentwickeln benötigt Stabilität bei allen AkteurInnen. Stabilität versteht sich als eine Mischung aus Flexibilität und Festigkeit. Diese Qualität ist im Zusammenhang mit dem Begriff Resilienz seit einigen Jahren in aller Munde. In theaterpädagogischen Methoden werden spielerisch Zugänge zur Resilienz eröffnet und innere Quellen der Persönlichkeit aktiviert. Nicht gekannte Stärken können im Spiel durch die Verwandlung in fremde Rollen und Charaktere erlebt und mit anderen erprobt werden. In Workshopelementen erkunden die TeilnehmerInnen ihr inneres „Material“ und bringen es im schöpferischen Prozess gestaltend zum Ausdruck. Die oftmals tief verborgen schlummernden Schlüssel zu resilientem Handeln können so erkannt und integriert werden.
Referent: Stephan Eckl - leitet Theater EUKITEA gGmbH als Geschäftsführer und künstlerischer Leiter. Er ist Schauspieler, Regisseur, Autor und Theaterpädagoge. "Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, zu ermutigen und zu unterstützen ihre wunderbare Einzigartigkeit und ihre Begabungen voller Freude zu erkunden und zu entfalten, liegt mir als zentrale Lebensaufgabe am Herzen."
15:15 - 17 Uhr Workshop-Phase 2
Krisenmanagement - wenn Outdoor-Erste-Hilfe zur mentalen Ersten Hilfe wird
Mental First Health hat seinen Ursprung in Australien. Inzwischen entwickelt sich das Thema zu einer weltweiten großen Bewegung. Dabei ist die Mental First Health ist eine Ergänzung zu den grundlegenden Erste-Hilfe-Kursen.
Psychische Krisen werden immer häufiger. Sie bilden damit einen wichtigen und nicht zu unterschätzenden Aspekt in unserer pädagogischen Arbeit.
In dem Workshop können wir einen kleinen Einblick in die Arbeit mit psychischen Verletzungen legen, das Krisenmanagement ansprechen und einen Ausblick geben, was Mental First Health Kurse noch bieten können.
Referent: Josef Sözbir | trainernarbe.de
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