Verband und Anbieter sehr zufrieden: Erlebnispädagogik beweist ihre Stärke

Die Anbieter erlebnispädagogischer Klassenfahrten und Gruppenprogramme blicken auf eine gute Saison zurück. Unter anderem durch Förderprogramme auf Landes- und Bundesebene sind viele Angebote sehr gut nachgefragt. Daher sollte das kommende Jahr frühzeitig geplant werden.

Pressemeldung vom 07.11.2022
Klassenfahrten und andere Programme in Gemeinschaft mit Gleichaltrigen sind aus pädagogischer Sicht ein wichtiger Bestandteil der Schulzeit. Schüler:innen sammeln dabei wertvolle soziale und emotionale Erfahrungen außerhalb des gewohnten Alltags. Lehrer:innen begleiten die Kinder und Jugendlichen in die Selbständigkeit und können Wissen außerhalb des gewohnten Schulalltags vermitteln. Das bedeutet: Klassenfahrten sind ein fester Bildungsbaustein für das soziale Lernen. Sie stärken die Bindung zwischen Schüler:innen und Lehrer:innen. Langfristig profitieren junge Menschen mehr von guten sozialen Beziehungen mit Mitschüler:innen und Lehrer:innen als von gesteigertem Leistungsdruck.

„Auch mit Blick auf die noch immer ungelöste Covid 19-Pandemie erweist die Erlebnispädadogik ihre Stärke. Viele Studien zeigen, dass gerade Kinder und Jugendliche besonders unter den Auswirkungen der Corona-bedingten Einschränkungen leiden. Sie brauchen eine Möglichkeit, sich durch gemeinsame, professionell geführte Aktivitäten außerhalb von Schule zu entwickeln, neue Erkenntnisse und Sichtweisen zu gewinnen und Sozialkompetenz und psychische Gesundheit aufrecht zu erhalten. Das gilt auch für die Zukunft, weit über die Corona-Krise hinaus“, sagt Reinhard Zwerger, erster Vorsitzender des Bundesverbandes Individual- und Erlebnispädagogik e.V.

Reinhard Zwerger verweist in dem Zusammenhang auf eine erfolgreiche Saison in der Erlebnispädagogik. Viele Programme seien sehr gut nachgefragt, auch weit in den Herbst hinein. Klassenfahrten und verantwortungsbewusstes Reisen seien wieder mehr oder weniger uneingeschränkt möglich. Die Anbieter:innen hätten professionelle und rechtssichere Konzepte entwickelt, die allen behördlichen Vorgaben entsprechen. Hier sei zum Beispiel auch das Aktions- und Förderprogramm „Aufholen nach Corona“ besonders wertvoll. „Die zur Verfügung stehenden Mittel erreichen alle Kinder und Jugendlichen. Aber auch andere Förderprogramme von Bund und Ländern helfen dabei, erlebnispädagogische Klassenfahrten und Gruppenprogramme flächendeckend durchzuführen und damit den hohen Wert für so viele Kinder und Jugendliche wie möglich zugänglich zu machen.“

Da laut dem Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik weiterhin großer Bedarf bei diesen Programmen bestehe und viele Pädagog:innen auf die Bedeutung der Erlebnispädagogik als zusätzliche Handlungsoption in Bildung und Erziehung setzen, empfehlen die Verbandsexperten, sich frühzeitig um die Planung und Buchung für die kommende Saison zu kümmern. Thomas Sablotny, Vorstand im Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V., betont: „Wir wollen sicherstellen, dass alle Schüler:innen diese Angebote wahrnehmen können. Da wir bereits in dieser Saison einen starken Zulauf und deutliche Buchungsspitzen verzeichnet haben, raten wir dazu, sich idealerweise in Herbst und Winter bereits um erlebnispädagogische Klassenfahrten und Gruppenprogramme für Frühjahr und Sommer 2023 zu kümmern, am besten sogar schon mit Blick auf das Schuljahr 2023/2024. Das gibt Ruhe und Gelassenheit durch Sicherheit.“

Apropos Sicherheit: Reinhard Zwerger betont auch die Bedeutung fester Qualitätsstandards bei der Durchführung. Dazu gehören beispielsweise der Betreuungsschlüssel von 1:15, qualifiziertes Personal, Konzepte zum Schutz und zur Sicherheit und individuelle Programme, die über Natursport und Abenteuer hinausgehen und aus vielfältigen handlungsorientierten Aktionen, Medien und Methoden sowie auch Momenten der Ruhe bestehen. Die Einhaltung von Qualitätsstandards wird auch vom Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik überprüft. Anbieter, die zugleich Mitglied im Bundesverband sind, verpflichten sich zu deren Einhaltung. Der Verband empfiehlt darüber hinaus die Durchführung der Zertifizierung „beQ“ ("Qualität in der Individual- und Erlebnispädagogik – Mit Sicherheit pädagogisch!“). Dabei wird die Qualität eines Anbieters und seiner erlebnispädagogischen Angebote extern geprüft und sichtbar durch das Qualitätssiegel „beQ“ bescheinigt.

 

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Bild: rudyanderson - pixabay.de

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